Spitzenfonds von Allianz Pimco richtet sich allerdings nur an Großinvestoren
Nur ein Geldmarktfonds schafft drei Prozent Rendite

Die Erträge von Geldmarktfonds sind weiter auf dem Rückzug – dieses Bild vermittelt zumindest ein Blick auf die jüngsten Zwölf-Monats-Ergebnisse der Anlagekategorie. Brachten sie Ende Mai im Durchschnitt noch 1,81 Prozent, so waren es per Ultimo Juli nur noch 1,76 Prozent.

HAMBURG. Der erste Eindruck täuscht jedoch. Die Bad Homburger Analysegesellschaft Feri Trust, die dem Handelsblatt die Daten für die täglichen Fondsberichte liefert, fasst seit kurzem alle Fonds in einer eigenen Rubrik zusammen, die überwiegend in so genannte Asset Backed Securities (ABS) investieren. Dabei handelt es sich um illiquide Forderungen aus Hypotheken, Kreditkarten oder Automobilfinanzierungen, die in handelbare, verzinsliche Wertpapiere umgewandelt wurden. Auf ABS spezialisierte Geldmarktfonds werfen aber – bei einem geringfügig höheren Risiko – in der Regel Renditen von deutlich über drei Prozent ab und hatten so den Durchschnittswert in der Vergangenheit etwas nach oben gezogen.

Mit traditionellen Geldmarktanlagen die Marke von drei Prozent zu nehmen, das schaffte in den vergangenen zwölf Monaten mit dem Allianz Pimco Treasury Euro Cash Plus lediglich ein einziges Angebot. Das Problem: Dieser Fonds ist institutionellen Investoren vorbehalten und erfordert eine Mindestanlage von 500 000 Euro.

Bereits ab 117 Euro – dem Preis eines Anteils – sind Anleger dagegen beim zweitplatzierten Produkt, dem siemens/rich&liquid, dabei. Der Geldmarktfonds der Münchner Siemens KAG besticht durch eine extrem niedrige Managementgebühr von nur 0,1 Prozent pro Jahr, die Gesamtkosten des Fonds (Fachwort: TER für Total Expense Ratio) beliefen sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 0,16 Prozent. Rund 70 Prozent des Fondsvermögens sind in reinrassigen Geldmarktanlagen investiert, die restlichen 30 Prozent in Euro-Staatsanleihen mit kurzer Restlaufzeit und in Jumbo-Pfandbriefen. Einziges Manko aus Anlegersicht: Je nach Vertriebspartner beträgt der Ausgabeaufschlag für den rich&liquid bis zu zwei Prozent.

Beim generell ohne Aufschlag angebotenen Ampega Money Saving Fund sorgt einerseits ebenfalls die noch immer vergleichsweise niedrige TER von 0,32 Prozent für ein überdurchschnittliches Ergebnis. Auf der anderen Seite versucht die in Hannover ansässige Fondstochter des Versicherungskonzerns Talanx, mit variabel verzinsten Unternehmensanleihen einen Zusatzertrag zu erzielen. „Derzeit haben wir in diesem Segment rund 80 Prozent des Fondsvermögens investiert“, sagt Ampega-Vorstandsmitglied Manfred Köberlein. In Frage kämen dabei allerdings nur Papiere von Emittenten mit guter oder sehr guter Bonität. Da Köberlein in den folgenden zwölf Monaten leicht steigende Geldmarktsätze erwartet, bleibt der Ampega Money Saving Fund auf der Laufzeitenseite bis auf weiteres eher defensiv positioniert. Die mittlere Kapitalbindungsdauer (Duration) liegt aktuell bei nur 0,16 Jahren.

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