Spitzenreiter unter den offensiven Dachfonds erwarten im zweiten Halbjahr weitere Kursgewinne
Top Ten und Generali halten Aktien die Treue

Manchmal ist weniger mehr. Diese Erfahrung versucht seit etwas mehr als einem Jahr die Nürnberger Vermögensverwaltungsgesellschaft Top Ten in ihrem bei Oppenheim Pramerica aufgelegten Dachfonds Top Ten Classic umzusetzen.

HB HAMBURG. „Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Aktienquote von 80 Prozent langfristig eine genauso gute Rendite bringt wie eine Quote von 100 Prozent“, erläutert Fonds-Berater Max Zellhuber, warum er dem ursprünglich reinrassigen Aktien-Dachfonds seit Frühjahr 2004 bis zu 20 Prozent Rentenfonds beimischt. Zwar bleibe ein solcher Mix in ausgeprägten Hausse-Phasen etwas hinter dem Aktienmarkt zurück, hole dafür aber zwischenzeitlich erlittene Verluste schneller wieder auf.

Der Performance kam dieser Richtungswechsel ebenso zugute wie die 2003 getroffene Entscheidung, die Möglichkeiten der technischen Analyse stärker zu nutzen: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 55 ähnlich strukturierten Dachfonds belegt der Top Ten Classic mit einem Wertzuwachs von 4,41 Prozent Rang neun (Tabelle). „Die Auswahl der Märkte im Anlageausschuss erfolgt überwiegend auf Grund technischer Signale, die Fondsauswahl nach fundamentalen Gesichtspunkten“, erklärt Zellhuber. Um das Verlustpotenzial zu begrenzen, kann der Berater die Barreserve kurzfristig bis auf 100 Prozent hochfahren. Darüber hinaus wird für jeden Zielfonds bereits beim Kauf ein Stopp-Loss-Limit fixiert.

Nachdem die Barreserve im April streckenweise bis zu 40 Prozent betragen hatte, macht sie aktuell nur noch zwei Prozent aus. Dabei hat Zellhuber in den vergangenen Wochen vor allem den Anteil von auf High-Yields spezialisierten Rentenfonds erhöht: „Nach der durch die Probleme bei General Motors ausgelösten Marktbereinigung erwarte ich in diesem Segment ein sehr gutes zweites Halbjahr.“

Mit einem Aktien-Anteil von 80 Prozent fühlt sich auch Andreas Voss sehr wohl. Der Teamleiter von AMB Generali Asset Managers, der mit Jörg Vennemann und Michael Winker den ausschließlich in Europa anlegenden AM Generali Komfort Wachstum betreut, kann beim aktuellen Spitzenreiter die Rentenquote zwischen 15 und 45 Prozent variieren. Mehr als 20 Prozent hält er aktuell schon deshalb nicht für angemessen, weil eine Reihe von Unternehmen eine höhere Dividendenrendite zahle als die Finanzminister für ihre zehnjährigen Staatsanleihen. „Außerdem sehen wir in den kommenden Monaten durchaus die Chance auf weitere Kursgewinne“, sagt Voss.

Während das AMB-Generali-Team auf der Rentenseite außer auf Fremdwährungen in erster Linie auf börsengehandelte Indexfonds setzt, kommen im Aktienbereich verstärkt Stockpicker zum Zuge. „Wir suchen Manager, die vergleichsweise große Freiheiten besitzen und ihren Schwerpunkt bei wachstumsstarken Blue Chips haben“, beschreibt Voss. Zu den größten Positionen gehören derzeit der dit-Wachstum Euroland, der JPMF Euroland Equity und der FPM Stockpicker Germany.

Egon Wachtendorf, Der Fonds

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