Stabilisierung der Ölpreise erwartet
Dit-Rohstofffonds verliert Erfolgsmanagerin

Seit 1993 managt Ute Speidel erfolgreich den Dit-Rohstofffonds. In den vergangenen drei Jahren hat sich dieser um fast fünf Prozentpunkte besser entwickelt als der Durchschnitt seiner Kategorie, im Ein-Jahres-Vergleich belegt er mit einer Wertentwicklung von 27,07 Prozent Rang drei. Eine sehr gute Bilanz, doch Speidels Tage beim Dit sind gezählt.

HAMBURG. Spätestens zum 1. April 2007 wechselt sie zur Cominvest. „Der Weggang von Frau Speidel ist ein herber Verlust für den Fonds“, sagt Jan Richter, Analyst bei der Beratungsfirma Fondsconsult. Anlegern rät er aber zur Ruhe. Es bleibe noch ausreichend Zeit für eine reibungslose Übergabe, zudem gebe es im Dit-Research-Team andere Rohstoffexperten.

Der Dit-Fonds investiert ausschließlich in Werte aus dem Metallbereich. Aktuell besteht das Portfolio zu rund 55 Prozent aus Minenwerten, es folgen Stahlwerte mit knapp 17 Prozent und Goldtitel mit etwa 10 Prozent. „Die Übergewichtung der Minenwerte verbunden mit einer guten Titelauswahl waren die Performancetreiber der vergangenen Monate“, sagt Speidel. Besonders gut liefen Beteiligungen an dem Nickelunternehmen Inco, dem Minenkonzern Xstrata und der Bergwerksfirma Falconbridge.

Das Gegenstück zum Dit-Produkt ist der Merrill-Lynch-Fonds MLIIF World Energy, der überhaupt keine Minenwerte im Portfolio hat, sondern ausschließlich in Energiewerte investiert. 38 Prozent des Portfolios stellen Explorations- und Produktionsfirmen, 25 Prozent Öl- und Gasdienste. Der Fokus auf Energietitel brachte den Fonds zuletzt allerdings ins Straucheln. Während er vor einem Jahr in der Performance-Tabelle noch vorne zu finden war, ist er in der aktuellen Statistik auf Rang 44 von 47 Produkten abgerutscht.

„Rohöl ist um 18 Prozent gefallen, Erdgas um 75 Prozent“, erklärt Co-Fondsmanager Robin Batchelor. Auslöser seien Befürchtungen einer verlangsamten US-Konjunktur und weniger Angst vor einer Angebotsknappheit. Investoren reduzierten jetzt ihre Energiepositionen, um Gewinne zu sichern.

Doch Batchelor gibt sich für die Zukunft optimistisch – und liegt damit auf Linie mit Ute Speidel: „Minen- wie Energiewerte sind aus Bewertungssicht und von den Fundamentaldaten her interessant“, sagt die Dit-Managerin. Batchelor erwartet sich stabilisierende Ölpreise, sobald die Opec die Produktion drosselt und die saisonale Nachfrage steigt: „Das wird Investoren wieder Vertrauen in diesen Sektor geben.“

Analyst Richter ist trotz der Schwächephase des Merrill-Lynch-Fonds von beiden Produkten überzeugt: „Ein Anleger, der den kompletten Rohstoffbereich abdecken möchte, könnte durch die unterschiedlichen Anlagestrategien sogar in beide Fonds ohne Überschneidungen investieren.“

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