Standard & Poor's Fund Awards 2007 verliehen
Der unaufhaltsame Aufstieg der Indexfonds

Die wenigsten aktiv gemanagten Investmentfonds schneiden besser ab als ihr jeweiliger Vergleichsindex. Nach Schätzungen von Fondsanalysten der Gesellschaft Feri Rating & Research schlagen höchstens dreißig Prozent der Fondsmanager ihre Benchmarks. Kein Wunder also, dass bei den S&P Fund Awards die börsengehandelten Indexfonds, die Exchange Traded Funds (ETF), immer häufiger unter den Sektorsiegern auftauchen.

ina/rez FRANKFURT. In der Einjahresbetrachtung haben ETF immerhin sechs von fünfzig Kategorien gewonnen, darunter auch imageträchtige Anlageschwerpunkte wie Aktien Europa, Aktien Euro-Land und Euro-Staatsanleihen. Ein Jahr zuvor waren sie hingegen kaum in Erscheinung getreten. Das mag daran liegen, dass in Deutschland viele dieser Produkte erst in den letzten zwei Jahren aufgelegt wurden.

Seit ihrem Start vor sieben Jahren boomen ETFs in ganz Europa: Inzwischen sammelten rund 30 Anbieter mit über 300 Fonds mehr als 70 Mrd. Euro ein. Den Markt beherrschen drei Anbieter: die Ex-Hypo-Vereinsbank-Tochter Indexchange unter ihrem Vorstand Götz Kirchhoff, die Société-Générale-Tochter Lyxor sowie Barclays Global Investors, die Indexchange Ende 2006 gekauft hat.

Die Indexchange-Produkte haben der Hypo-Vereinsbank denn auch bei den Fund Awards in Deutschland zu besonderer Ehre verholfen. Die bayerische Bank ist nach Berechnungen von S&P über ihre Fondstöchter der Konzern am Fondsmarkt, der sich im Jahr 2006 am stärksten verbessert hat. Indexchange schaffte es im Sektorranking immerhin elf mal unter die Top drei. Auch die Anleger haben Geschmack an den ETF gefunden. Gegen den Trend konnte Indexchange 2006 Kapital in Höhe von rund 4,5 Mrd. Euro von Anlegern einsammeln.

Aktien- wie Rentenfonds insgesamt verloren hingegen Kapital von knapp sechs Mrd. beziehungsweise gut eine Mrd. Euro. Bislang werden die passiv gemanagten Fonds, die in der Regel Börsenindizes abbilden, vor allem von Profi-Investoren gekauft. Aber auch gut informierte Privatanleger interessieren sich zunehmend für ETF, die deutlich billiger sind als aktiv gemanagte Fonds. Der Anleger zahlt keinen Ausgabeaufschlag, die jährliche Managementgebühr beträgt einen Bruchteil der laufenden Kosten aktiv gemanagter Fonds. Die Angebotspalette wird immer vielfältiger. Neben klassischen ETF auf große Aktien- oder Rentenindizes wie Dax, Stoxx oder Rex bringen Anbieter zusätzlich Produkte auf Firmenanleihen, Immobilien und dynamische Anlagekonzepte auf den Markt.

Deutsche Investoren folgen somit dem weltweiten Trend hin zu ETF. Experten wie die Analystin Deborah Fuhr von Morgan Stanley erwarten, dass sich der globale Markt bis 2011 auf gut zwei Bill. Dollar vervierfacht.

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