Stark konzentrierter Portfolio
Glänzende Aussichten für Rohstofffonds

Dem VCH Expert Natural Resources kann keiner seiner 45 Konkurrenten das Wasser reichen. Mit einem Plus von 99,29 Prozent liegt der Rohstofffonds der Frankfurter VCH-Gruppe satte 27 Prozentpunkte vor dem zweitplatzierten MLIIF World Mining von Merrill Lynch.

HAMBURG. Dem VCH Expert Natural Resources kann keiner seiner 45 Konkurrenten das Wasser reichen. Mit einem Plus von 99,29 Prozent liegt der Rohstofffonds der Frankfurter VCH-Gruppe im jüngsten Zwölfmonatsvergleich von Feri Rating & Research satte 27 Prozentpunkte vor dem zweitplatzierten MLIIF World Mining von Merrill Lynch (siehe Tabelle).

Das gute Ergebnis begründet VCH-Vorstandschef Michael Hallacker unter anderem mit der hervorragenden Wertentwicklung von Titeln wie Titanium Metals oder Paladin Resources. Um rund 420 Prozent legte der australische Uranförderer Paladin seit vergangenem Frühjahr zu, der Kurs des weltweit größten Titaniumproduzenten Titanium Metals schoss um über 500 Prozent in die Höhe.

Beide Titel werden von Fondsberater Wolfgang Mayr mit jeweils rund vier Prozent gewichtet, ebenso wie alle anderen 24 Werte im Portfolio. Der Münchener Vermögensverwalter arbeitet beim VCH Expert Natural Resources mit einem systematisch-quantitativen Ansatz. Berücksichtigt werden nur Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 100 Mill. Euro, deren tägliches Handelsvolumen bei mindestens 500 000 Euro liegt.

Derzeit sind es rund 380 Firmen, die die drei Analyse-Stufen des Modells durchlaufen. Als erstes werden die Aktienkurse mit einer von Mayr entwickelten Kennzahl verglichen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Frage, ob die guten Fundamentaldaten der Firmen von den Anlegern honoriert werden. Wenn ja, geht es eine Stufe aufwärts. Rund 120 Unternehmen erreichen den zweiten Schritt, die Ertragsfaktoranalyse. Hier bleiben nur diejenigen im Sieb, deren Ertrag im Vergleich zur Bewertung stetig wächst und überdurchschnittlich hoch ist. Bis zu 30 Titel durchlaufen anschließend die dritte Stufe. Mit Hilfe einer Datenbank werden sie intensiv geprüft, bis schließlich 26 Firmen übrig bleiben. Rund 50 Prozent von ihnen kommen derzeit aus dem Sektor Metalle, 38 Prozent des Portfolios stellen Energiewerte und zehn Prozent Titel aus der Wasser-, Land- und Forstwirtschaft.

Ganz anders sieht das Portfolio des Dit-Rohstoffonds auf Platz vier aus. Dessen Managerin Ute Speidel setzt weder auf Energiewerte noch auf die Wasser-, Land- und Forstwirtschaft. Rund die Hälfte des Portfolios macht derzeit der Sektor Metalle & Bergbau aus, gefolgt von Stahl, Gold und Aluminium. Wie VCH-Chef Hallacker rechnet Speidel mit weiter steigenden Preisen auf dem Rohstoffmarkt. „Generell hält das Angebot kaum Schritt mit dem wachsenden Bedarf“, sagt sie. Wegen der langen Vorlaufzeiten bei der Erschließung neuer Minen und niedriger Lagerbestände dürften weiter Angebotsengpässe den Markt beherrschen und die Preise hoch halten.

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