Starkes US-Gewicht schadet Dekabank
Dachfonds punkten mit Japan-Aktien

Für Hanns Dendorfer gehört die Fürst Fugger Privatbank in Augsburg zu den Pionieren des unabhängigen Fondspickings. "Seit 1993 suchen wir für unsere Kunden aus allen in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Investmentfonds die attraktivsten Angebote heraus", erzählt der Leiter des Portfoliomanagements, der im Laufe der Jahre zahlreiche persönliche Kontakte zu den einzelnen Fondsverwaltern aufgebaut hat.

HAMBURG. Diese Detailkenntnis machte sich bei den von Dendorfer betreuten Dachfonds KSG Global Trends OP und Fürst Fugger Wachstum OP bezahlt: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von insgesamt 56 überwiegend in Aktienfonds anlegenden Dachfonds belegen sie die Plätze zwei und vier.

Beide Fonds wurden zwar für einen speziellen Anlegerkreis - Kunden der Fürst Bank und der Nürnberger Versicherung beziehungsweise der KSG AG in Kaiserslautern - aufgelegt, stehen aber prinzipiell jedem Interessenten offen. Wie die Ergebnisse vermuten lassen, verfolgt Dendorfer eine nahezu identische Anlagepolitik: Mindestens 70 Prozent des Portfolios investiert er in Aktienfonds, als Vergleichsmaßstab dient der MSCI-Weltindex.

Für die gute Wertentwicklung der vergangenen Monate macht der Manager vor allem die relativ hohe Gewichtung von europäischen und japanischen Aktienfonds verantwortlich. "Zudem hatten wir in allen Regionen Small-Cap-Fonds übergewichtet", fügt er hinzu.

Bei den Nebenwerten hat Dendorfer jedoch mittlerweile Gewinne mitgenommen. Zudem verschiebt er derzeit die Gewichtung seines Portfolios, das grundsätzlich sowohl auf Substanz- als auch auf Wachstumsaktien spezialisierte Fonds enthält, in Richtung "Growth". "Qualitätsunternehmen mit hohem Gewinnwachstum dürften sich 2006 besser entwickeln als die lange Zeit gut gelaufenen Value-Werte", begründet er den jüngst vollzogenen Tausch des JPM Europe Strategic Value in den JPM Europe Dynamic. Prominent vertreten bleiben Japan-Fonds wie der GAM Star Japan Equity, der aktuell mit einem Anteil von knapp 13 Prozent in beiden Fonds die größte Position stellt.

Mit einem Plus von rund 13 Prozent liegen die von Ulrich Gallus betreuten Dachfonds DekaStruktur: Chance, DekaStruktur: 2 Chance und 1822-Struktur Chance im Moment am hinteren Ende der Vergleichsgruppe. Der Leiter der Fondsvermögensverwaltung der Dekabank erklärt dies unter anderem damit, dass seine Portfolios zur langfristigen Risikoreduzierung grundsätzlich weltweit investiert sind: "Bei einem global anlegenden Basisprodukt sind US-Werte relativ stark gewichtet." Diese machen in den drei Deka-Fonds 29 Prozent des Portfolios aus und entwickelten sich in den vergangenen Monaten unterdurchschnittlich. Im Vergleich zum MSCI World am stärksten übergewichtet hat Gallus Osteuropa-Fonds wie den Deka-ConvergenceAktien CF.

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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