Steuernachzahlungen
VIP-Filmfonds wehrt sich gegen Finanzamt

Kein Ende im Streit um die VIP-Filmfonds: Die Geschäftsführung wehrt sich gegen Steuernachzahlungen, zu denen sie das Finanzamt verdonnert hatte. Dabei geht es nur um einen von drei umstrittenen Fonds - die anderen beiden haben dem Unternehmensgründer schon eine Verurteilung eingebracht.

DÜSSELDORF. Die Geschäftsführung des Filmfondsanbieters VIP hat Einspruch gegen geänderte Steuerbescheide für den VIP Fonds 2 eingelegt. Das Finanzamt hatte die Steuerbescheide nach einer weiteren Prüfung der Veranlagungsjahre 2002 und 2003 zum Nachteil der Anleger geändert. Ihnen drohen nun Steuernachzahlungen. Das Finanzamt ist VIP zufolge der Auffassung, dass Verluste teils im falschen Jahr geltend gemacht worden seien, teils werde auch die Herstellereigenschaft der Fonds bezweifelt. VIP weist diese Vorwürfe zurück.

Mit dem 2002 aufgelegten zweiten Filmfonds sammelte VIP rund 92 Mill. Euro ein. Die Münchener wehren sich gegen neue Steuerbescheide mit dem Argument, die Fonds seien für die beiden Jahre „bereits endgültig betriebsgeprüft“ gewesen. Die ursprünglichen Bescheide dürften nur geändert werden, wenn Steuerhinterziehung oder leichtfertige Steuerverkürzung vorliege. Wer Steuern hinterzieht, begeht eine Straftat, wer sie verkürzt eine Ordnungswidrigkeit.

Thierry Potok, Geschäftsführer des Fonds, sagt zu der Argumentation der Steuerbehörden: „Die steuerlichen Rahmenbedingungen der Filmproduktionstätigkeit wurden wie bei allen VIP-Medienfonds im Vorfeld eingehend mit der Finanzverwaltung abgestimmt.“

Diese Abstimmung verhinderte jedoch nicht, dass VIP-Gründer Andreas Schmid wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung verurteilt wurde. Diese Verurteilung bezog sich auf die sehr viel größeren Fonds VIP 3 und VIP 4, deren Konzeption das Finanzamt in Frage stellte.

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