Stoxx-600-Index steuert auf vierten Jahresgewinn
Fondsmanager favorisieren europäische Werte

Immer mehr Investoren setzen für die kommenden Monate auf die Börsen der Euro-Zone. Dies zeigt eine Erhebung der US-Investmentbank Merrill Lynch & Co. unter 216 Fondsmanagern weltweit, die insgesamt rund 611 Milliarden Dollar verwalten.

Bloomberg NEW YORK. Inzwischen haben etwa 38 Prozent der Befragten die Aktien von Unternehmen aus der Euro-Zone in ihrem Portfolio übergewichtet, halten also mehr Aktien als die Leitindizes vorgeben. Auch die Zahl derer, die noch in zwölf Monaten verstärkt in der Euro-Region investiert sein wollen, zog der Umfrage zufolge an.

Der Anteil der Fondsmanager, die in den zwölf Euro-Ländern die besten Aussichten für die Unternehmensgewinne sehen, stieg auf 32 Prozent. Dies ist der höchste Stand seit April 2001. Vierzehn Prozent der von Merrill Lynch befragten Manager bezeichneten europäische Titel als günstig. „Der Markt hat ordentlich Rückenwind“, sagt Herbert Perus, Leiter internationale Aktienstrategie bei Raiffeisen Capital Management in Wien. Perus geht davon aus, dass die europäischen Aktien bis Jahresende weitere fünf Prozent zulegen werden.

Im ersten Halbjahr verzeichneten in Europa ansässige Fonds einen Nettozufluss von 36 Prozent, geht aus Zahlen des Branchenverbands European Fund and Asset Management Association hervor. Sie legten dadurch auf ein Volumen von 240 Mrd. Euro zu. „Es gibt eine hohe Liquidität, und das stützt den Markt“, erläutert Giuseppe Amato, Aktienstratege bei Lang & Schwarz. „Gleichzeitig sind die Bewertungen immer noch so niedrig, dass sie die Rally nicht gefährden."

Tatsächlich kommen die Unternehmen im Stoxx 600 aktuell auf ein durchschnittliches Kurs-Gewinn-Verhältnis von 14,3 – und in etwa auf diesem Niveau hat sich der Quotient seit Beginn des Bullenmarktes im März 2003 gehalten, geht aus Daten der britischen Agentur FactSet hervor.

Seit Jahresbeginn ging es an den europäischen Aktienmärkten 16 Prozent aufwärts. Der Stoxx 600 steuert auf seinen vierten Jahresgewinn in Folge zu und hat sich damit von seinem Einbruch im Mai und Juni um zwölf Prozent gut erholt.

Allein seit Anfang Oktober bringen es die Börsen Europas auf ein Plus von 4,9 Prozent. Damit haben sie doppelt so stark zugelegt wie üblich – und das, obwohl die letzten drei Monate des Jahres historisch ohnehin die beste Kursentwicklung bieten.

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