Strategen der Dachfonds von Nordinvest und Deka sind optimistisch für die Konjunktur
Fondsprofis ziehen Renten mit kurzer Laufzeit vor

Gut gewählte Beimischungen im Portfolio sind das Erfolgsrezept. „In diesem Jahr waren das höher verzinsliche Anleihen, japanische Aktien oder Technologiewerte“, sagt Achim Backhaus, Fondsanalyst bei Feri Trust, zu den Anlageergebnissen der überwiegend in Rentenfonds anlegenden defensiven Dachfonds.

HB FRANKFURT. Zu den erfolgreichen Produkten gehört der Nord-Primus-Rendite von der Vereins-und Westbank-Tochter Nordinvest. Ein Wertgewinn von 5,03 % in zwölf Monaten bringt den Fonds auf Rang acht unter 49 defensiv agierenden Mischfonds. Mit einem Plus von 4,91 % folgt der Deka-Struktur Ertrag der Fondsgesellschaft Deka auf Platz neun. Als defensiv gelten jene Dachfonds, deren Aktienfondsquote maximal 30 % beträgt.

Bei der Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung sind sich die Fondsprofis Sven Roggenkamp von Nordinvest und Ulrich Gallus von der zur Sparkassenorganisation gehörenden Dekabank einig. Beide erwarten ausgehend von den USA einen weltweiten Konjunkturaufschwung. „Wir sind daher weiter skeptisch für die Entwicklung an den Rentenmärkten“, sagt Roggenkamp. Deutliche Renditeanstiege sieht er insbesondere bei Anleihen mit langen Laufzeiten. Gallus ist nur „verhalten vorsichtig“ und sieht die Rendite der Langläufer höchstens moderat klettern.

Wie Roggenkamp berichtet, hat er die Quote der Euro-Langläuferfonds von 23 auf 13 % gesenkt. Der Anlageschwerpunkt liege nun mit 35 % der Gelder auf weniger zinssensitiven Euro-Kurzläuferfonds wie dem DIT-Euro Rentenfonds K. Gallus fühlt sich gegenwärtig noch im mittleren Laufzeitenbereich zwischen vier und sechs Jahren wohl. Beim „DekaStruktur: Ertrag“ baue er gewissermaßen als Basisinvestment mit 25 % des verwalteten Vermögens auf Euro-Staatsanleihenfonds wie den RenditDeka. Mit rund 15 % sei er in Euro-Geldmarktfonds investiert.

Um im Niedrigzins-Umfeld eine Zusatzrendite zu erzielen, sehen sich die Fondsmanager auch außerhalb des Staatsanleihen-Segments um. Da sich bei Unternehmensanleihen im Investmentgrade-Bereich die Renditeaufschläge gegenüber Staatsanleihen auf rund 40 bis 100 Basispunkte aber deutlich verringerten, senkte Gallus nach eigenen Angaben sein Investment in diesem Segment von 7,5 auf 5 %. Mit 5 % sei er nun im JP Morgan Fleming Global High Yield Bond A - Euro für Titel mit Ratings unterhalb Investmentgrade engagiert.

Roggenkamp findet neben hochverzinslichen Firmenbonds auch Wandelanleihen interessant: „Sie profitieren von der besseren Konjunkturentwicklung und einem freundlicheren Aktienmarkt.“ Daher habe er kürzlich den Wandelanleihen-Fonds Nordcumula beigemischt.

Aufgrund ihres Konjunkturoptimismus haben Gallus und Roggenkamp die Anteile der Aktienfonds - vornehmlich Europa-Produkte – jeweils auf knapp ein Viertel des Fondsvolumens erhöht. Außerdem verstärkten sie ihre Engagements bei Japan-Aktienfonds.

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