Strategen sorgen sich um schwachen Dollar
Manager von Mischfonds treten auf die Bremse

Trotz jüngster Jahreshöchststände an den Börsen schöpfen einige Mischfondsmanager die ihnen erlaubte Aktienhöchstquote nicht voll ausgeschöpft.

HB/vwd FRANKFURT/M. Der Grund: Ihnen bereitet vor allem der schwache US-Dollar Sorge. So auch beim europaweit anlegenden Universal-Fonds-NRW und beim international investierenden FI Alpha Renten Global, die mit Zwölfmonats-Wertgewinnen von 10,71 % bzw. 9,94 % unter 109 defensiv ausgerichteten Mischfonds vordere Plätze belegen (Tabelle). Als defensiv gelten jene Produkte, die bei der Aufteilung der Gelder regelmäßig den Schwerpunkt bei festverzinslichen Anlagen bilden.

Das von Universal-Investment aufgelegte Produkt, bei dem Michael Welter von der Stadtsparkasse Düsseldorf als Berater fungiert, ist mit einem aktuellen Aktienanteil von 22 % relativ deutlich in dieser Anlageform untergewichtet. Es dürfte nämlich bis zu 35 % in Aktien investiert sein. Der Aktienanteil des FI Alpha Renten Global, der von Eckhard Keil von der Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG gemanagt wird, liegt mit 17 % nicht so deutlich unter der erlaubten Höchstquote von 20 %. „Sollte der Dollar weiter fallen, würde dies die Konjunkturhoffnungen in Europa dämpfen und damit auch die europäischen Aktienmärkte belasten“, sagt Welter. Und auch Keil meint: „Vom Dollar könnte den Aktienmärkten Unheil drohen.“ Beide Fonds sind derzeit im Rohstoffsektor übergewichtet.

„Unter einem weiterhin schwachen US-Dollar, den wir erwarten, leiden Aktien. Diese sollten daher in einem gemischten Portfolio momentan untergewichtet werden“, meint auch Andrea Schruff, Anlagestrategin der Weberbank Privatbankiers. Anders als die beiden Fondsmanager, die inzwischen gegenüber ihrem jeweiligen Vergleichsindex eine etwas kürzere Laufzeitenstruktur im Anleihenbereich haben, spricht sich die Strategin für eine neutrale Laufzeitenausrichtung aus. Denn die Rentenmärkte bieten ihr zufolge durchaus noch Chancen.

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