Strategen verkürzen Laufzeiten: Rentenfonds suchen Bonds mit Renditeplus

Strategen verkürzen Laufzeiten
Rentenfonds suchen Bonds mit Renditeplus

Auf der Suche nach Zusatzrendite setzen erfolgreiche Manager europäischer Rentenfonds entweder auf Unternehmensanleihen oder osteuropäische Titel. Gleichzeitig richten sich die Portfoliolenker mit verkürzten Restlaufzeiten auf eine absehbare geldpolitische Straffung ein.

HB/vwd FRANKFURT/M. Auf den Zinsvorsprung der EU-Beitrittskandidaten oder der EU-Länder, die bislang noch nicht zum Euroraum gehören, setzen Manfred Huber und Ronald Kern. Die Fondsmanager bei der Euram Bank, einer Wiener Privatbank, sind externe Berater für den Europportunity Bond. Mit einem Zwölfmonatsgewinn von 2,76 % in zwölf Monaten rangiert das Produkt der Bawag Invest an neunter Stelle unter 71 europäischen Rentenfonds.

„Wir spielen die so genannte Konvergenzkarte mit Euro-Anleihen oder Papieren in Landeswährung“, sagt Huber. Rund 40 % der Anleihen stammten aus Osteuropa. „In Ungarn erhält man im Kurzfristbereich bis zu 13 Prozent Zinsen“, ergänzt Kern. Die Restlaufzeiten hielten sie zur Risikosenkung relativ kurz.

Dagegen investiert Alberto Foà nahezu ausschließlich in Euro-Papiere. „Ich mische als Renditekick Firmenanleihen bei. Aber nur in geringem Umfang, derzeit 15 Prozent“, sagt der Manager des von Julius Bär aufgelegten JB Multipartner-Anima European Currencies Bond B. Das Produkt rangiert mit einem Plus von 3,67 % auf dem dritten Platz.

Andrea Schruff, Leiterin Portfolio Management bei der Weberbank, bewertet die Leistung von Foà als gut. „Allerdings stellt sich die Frage, der Anleger unbedingt einen Fonds braucht, der fast nur in italienische Staatsanleihen investiert ist.“ Den Europportunity Bond hält sie aufgrund von Währungsrisiken eher als Depotbeimischung für geeignet.

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