Studie
Anleger mögen Immobilien und Indexfonds

Institutionelle Investoren streuen Risiken über alternative Investments stärker. An der Börse gehandelte Fonds sind stark im Kommen, zeigt eine Umfrage der Fondsgesellschaft Invesco und der Fachzeitschrift Investment & Pensions Europe.

HB FRANKFURT. Institutionelle Anleger setzen verstärkt auf Immobilien und Aktien. Auch börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETF) sind stark im Kommen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter institutionellen Investoren in Europa, die die Fondsgesellschaft Invesco zusammen mit der renommierten Fachzeitschrift Investment & Pensions Europe (IPE) durchgeführt hat.

Gut zwei Drittel der Anleger gaben an, ihren Aktienanteil im Portfolio erhöhen zu wollen. Im Jahr 2006 hatten nur 18 Prozent der Befragten vorgehabt, den Anteil an Dividendentiteln auszubauen. Aktuell planen des weiteren jeweils 26 Prozent der Vermögensverwalter, ihren Anteil an Immobilien und anderen alternativen Anlagen im Portfolio zu erhöhen. "Alternative Anlageformen haben durch ihre geringe Korrelation zu den Aktienmärkten an Bedeutung gewonnen", erklärt Yves van Langenhove, der bei Invesco das Geschäft mit institutionellen Kunden in Westeuropa verantwortet.

Der Umfrage zufolge investieren die Anleger durchschnittlich rund 32 Prozent in Aktien, 51 Prozent in festverzinsliche Anlagen und jeweils rund fünf Prozent in Immobilien, Cash-Produkten und anderen alternativen Anlagen. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern: Während Vermögensverwalter in Deutschland mit 27 Prozent vergleichsweise wenig in Aktien investieren, liegt der Wert in Großbritannien und Irland traditionell deutlich höher bei rund 59 Prozent.

Schweizer Pensionsfonds investieren unterdessen bereits 22 Prozent ihres Vermögens in Immobilien. In Frankreich sind es bisher nur zwei Prozent. In Deutschland beträgt der Anteil sieben Prozent.

Auf starkes Interesse stoßen inzwischen börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETF). Bereits rund die Hälfte der befragten großen institutionellen Investoren und ein Viertel kleinerer und mittelgroßer Anleger nutzen bereits die passiv gemanagten Indexfonds. "ETF könnten den Durchbruch geschafft haben", meint van Langenhove. Überdies steigt das Interesse an nachhaltigen Investments.

Gefragt nach bevorzugten Anlageregionen, zeigten die Investoren zunehmendes Interesse an Asien zulasten der USA. Beliebt bleibt zudem der Heimatmarkt Europa. An der Umfrage beteiligten sich 115 institutionelle Investoren, vor allem mit kleineren und mittelgroßen Vermögen. Insgesamt verwalten sie knapp 550 Mrd. Dollar.

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