Studie der deutschen Fondsbranche BVI
Deutsche Anleger gehen auf Nummer sicher

Deutsche Anleger zeigen sich bei der Anlage in Investmentfonds konservativer als der Rest der Welt.

HB FRANKFURT. Das ist das Ergebnis eines internationalen Vergleichs der Struktur des Fondsvermögens, den der Verband der deutschen Fondsbranche BVI jetzt vorgestellt hat. Demnach legen die Deutschen nur ein knappes Drittel ihres Fondsvermögens in Aktienfonds an, während vor allem angelsächsische und japanische Investoren eindeutig risikofreudiger sind. In Großbritannien liegen drei Viertel des Publikumsfonds-Kapitals in Aktienfonds, in Japan 71 Prozent und in den USA gut die Hälfte, wie aus der jüngsten verfügbaren Statistik per Ende Juni hervor geht.

Deutlich fällt die Risikoscheu deutscher Anleger ins Auge, wenn man die Mittelzuflüsse von US-Fonds im ersten Halbjahr denen in Deutschland gegenüberstellt. Während US-Anleger mit 66 Mrd. Euro fast das gesamte neue Fonds-Geld in Aktienfonds anlegten, zogen die Deutschen netto Kapital ab und investierten trotz historisch niedriger Zinsen in Renten- und Geldmarktfonds, deren Wert weniger stark schwankt.

Insgesamt investieren die Deutschen im weltweiten Vergleich mit 24 Prozent des Kapitals überdurchschnittlich viel in Rentenfonds und sogar 27 Prozent in offene Immobilienfonds, die es nur in Deutschland gibt. Europaweit zeigen sich allerdings auch andere Nationen konservativ in der Geldanlage. Franzosen und die Italiener legen sogar noch deutlich weniger Kapital in Aktienfonds an als die Deutschen. Ähnlich wie hier zu Lande ist die Fondsvermögensstruktur in Luxemburg und Spanien.

Der BVI betont vor diesem Hintergrund die langfristige Ertragsstärke von Aktienfonds. Während Aktienfonds über die vergangenen dreißig Jahre im Mittel rund acht Prozent Rendite im Jahr einbrachten, schafften Anleihefonds rund sieben Prozent.

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