Studie der Stiftung Warentest
Garantiefonds sind Renditekiller

Sicherheit ist für viele Anleger das wichtigste Kriterium bei der Geldanlage. Das zeigt der Erfolg der Garantiefonds, die derzeit einen Boom erleben.

HAMBURG. Über vier Milliarden Euro investierten Anleger im vergangenen Jahr in solche Fonds, rund 2,7 Milliarden mehr als im Vorjahr, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) ermittelt hat. Dabei sind sie nach Ansicht von Experten ein zweifelhaftes Investment. „Die Fonds sind ein Renditekiller, und für vorsichtige Anleger gibt es deutlich bessere Anlagemöglichkeiten“, sagt Karin Baur vom Magazin „Finanztest“ der Stiftung Warentest.

Garantiefonds sind eine Mischung aus Aktien- und Zinsanlagen. Wer einen solchen Fonds kauft, ist vor Verlusten weitgehend geschützt, und meist wird eine 100-prozentige Rückzahlung des eingezahlten Kapitals zugesichert.

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Es gibt sie in zwei Varianten: Die einen haben eine feste Laufzeit, bei ihnen gilt die Garantie zum Fälligkeitstag. Maßstab ist dabei meist der erste Anteilswert. Das bedeutet ein Verlustrisiko für Anleger, die zu einem höheren Kurs später einsteigen. Daneben gibt es auch geschlossene Garantiefonds, die nur über einen kurzen Zeitraum erworben werden können. Anleger haben die Möglichkeit, ihre Anteile vor Erreichen des festgelegten Termins zurückzugeben, die Garantie gilt jedoch auch hier nur zum Ende der Laufzeit.

Die Laufzeit von Garantiefonds beträgt im Schnitt etwa acht Jahre. Die bisherigen Renditen sind nach einer Studie des Finanzdienstleisters e-fundresearch jedoch mager, wie eine Analyse von 40 Fonds mit einer vierjährigen Historie ergab. Pro Jahr erzielten sie im Schnitt eine Rendite von nur 3,7 Prozent. Und alle 153 Fonds mit einer 12-Monats-Historie brachten lediglich 4,4 Prozent. Der Welt-Aktienindex MSCI erzielte im selben Zeitraum immerhin 15,8 Prozent.

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