Studie des Consultants Towers Perrin
Pensionsfonds finden immer mehr Anhänger

Pensionsfonds werden in Deutschland zunehmend für die betriebliche Altersvorsorge genutzt. Seit Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen 2006 übertragen Firmen messbare Beiträge an Pensionsfonds. Vor allem nicht mit Versicherungen unterlegte Leistungszusagen werden genutzt, wie eine Studie des Consultants Towers Perrin ergibt.

rez FRANKFURT. „Besonders die firmenübergreifenden Gruppen-Pensionsfonds erfahren Zulauf“, sagt Jürgen Helfen, Partner bei Towers Perrin, weil dort viele Mittelständler einzahlen dürften. „Bis 2009 wird sich das Volumen vervielfachen, mindestens aber verdoppeln“, sagt er. Bis 2009 erwartet er, dass vor allem Versicherer noch bis zu zehn Gruppen-Pensionsfonds gründen. Große Firmen aus dem Dax oder MDax dürften eher eigene Fonds auflegen. Der Pensionsfonds habe sogar das Potenzial, mittelfristig die Direktzusage als beliebteste deutsche Form der betrieblichen Altersvorsorge abzulösen, sagt Helfen. „Die Anfangsprobleme mit den Pensionsfonds lösen sich langsam auf“, meint auch Nikolaus Schmidt-Narischkin von der Deutsche-Bank-Tochter DeAM.

Im Jahr 2006 haben die 21 Gruppen-Pensionsfonds rund 725 Mill Euro von über 5 000 Firmen eingesammelt. 518 Mill. Euro stammen dabei vom Konzern Saint Gobain, der die Hälfte seiner deutschen Pensionslasten einem Fonds übertragen hat.

Für einen Pensionsfonds sprechen laut Helfen mehrere Gründe: Durch die Übertragung von Pensionszusagen auf Pensionsfonds entlasteten Firmen ihre Bilanzen und machten die Verpflichtungen kalkulierbar. Außerdem müssen Pensionsfonds seit 2006 ihre Leistungszuagen nicht mehr mit Versicherungen unterlegen. Sie kalkulieren dadurch die Pensionslasten mit höheren Zinsen. Das schmälere die Beiträge an Pensionsfonds um rund 30 Prozent, sagt Helfen.

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