Studie
ETF-Markt in USA verdoppelt sich bis 2015

Der US-Vermögensverwalter BNY Mellon sieht einen Trend voraus: Der Markt für börsennotierte Indexfonds und ähnliche Produkte werde sich bis 2015 etwa verdoppeln.
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FrankfurtDer US-Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) und ähnliche Produkte (Exchange Traded Notes) wird sich einer Studie des US-Vermögensverwalters BNY Mellon zufolge bis 2015 etwa verdoppeln. In diesem Zeitraum werde er von momentan gut einer Billion Dollar Volumen auf rund zwei Billionen Dollar anwachsen, heißt es in der Studie, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. „ETFs bleiben eine der größten Wachstumsmöglichkeiten in der Finanzbranche“, heißt es darin.

BNY Mellons ist als Dienstleister in der ETF-Branche aktiv, vor allem in den USA. Die Gesellschaft berät beispielsweise das Management einiger ETFs des Anbieters Wisdom Tree. Ihre Schätzung bedeutet bis 2015 ein durchschnittliches Wachstum von 16 Prozent pro Jahr. Das sei dem Unternehmen zufolge deutlich weniger als die 27 Prozent, die der Markt zwischen 2005 und 2010 erreicht hat.

„Eine größere Industrie wächst naturgemäß langsamer“, heißt es zur Begründung in der Studie. „Und Daten legen nahe, dass sich einige ETF-Nutzer ihrer Sättigungsgrenze nähern.“ Das anhaltende Wachstum schafft BNY Mellon zufolge Raum für weitere Anbieter und Produkte. „In einem Markt, der sich schnell der Größe von zwei Billionen Dollar nähert, muss ein Vermögensverwalter nicht zehn Prozent Marktanteil besitzen, damit sich sein Geschäft lohnt“, schreibt BNY Mellon.

Neue Anbieter müssten sich jedoch durch ihre Angebote von den bestehenden ETF-Gesellschaften und Anbietern aktiv gemanagter Fonds abgrenzen, um erfolgreich zu sein. Besonders gut geeignet seien dafür ETFs, deren Zusammensetzung nicht nur auf der Marktkapitalisierung beruht, aktiv gemanagte ETFs, gehebelte Produkte, die Kursentwicklungen überproportional nachvollziehen, Short-ETFs auf fallende Kurse sowie Produkte auf Rohstoffe und Hedgefonds. Denn Investoren würden immer offener für solche Produkte.

„Das stellt die Definition dessen, was bisher als Nischenprodukte bezeichnet wird, auf den Kopf und schafft Wachstumsmöglichkeiten über klassische Indexprodukte hinaus, welche noch immer den Großteil des Vermögens auf sich vereinnahmen“, heißt es in der Studie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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