Studie „Global Cash Management Survey 2008“
Markt für Geldmarktfonds hat noch Potenzial

Im Zuge der Finanzkrise wenden sich immer mehr Unternehmen Geldmarktfonds zu. Unternehmen streuen ihre Risiken breiter und verteilen ihr Guthaben auf mehrere Banken. Insbesondere in Deutschland und Europa hat der Markt für Geldmarktfonds noch großes Potenzial.

FRANKFURT. „Vor einem Jahr nutzten 86 Prozent der Firmen diese Produkte, heute 91 Prozent“, sagt Sven Lorenz, bei JP Morgan Asset Management in Frankfurt zuständig für institutionelle Geldmarktfonds.

Lorenz beruft sich dabei auf die dem Handelsblatt vorliegende Studie „Global Cash Management Survey 2008“ von JP Morgan Asset Management. Es nahmen weltweit 314 Unternehmen teil, von denen fast die Hälfte eine Börsenkapitalisierung von mindestens fünf Mrd. Dollar aufweist. Die Daten wurden Ende des vergangenen Jahres erfasst. In den vergangenen zwei Jahren stieg das Vermögen im größten Markt, den USA, rasant von über 1,9 auf 3,8 Bill. Dollar.

Lorenz erwartet ein Anhalten der Finanzkrise und im Zuge dessen einen weiteren Volumenzuwachs der Produkte, bei denen die Fondsmanager in Bankeinlagen und kurzfristige Zinstitel investieren. Unternehmen nutzen die Fonds im Rahmen ihres Cash-Managements für kurzfristige Dispositionen oder als Parkmöglichkeit für Kapital.

Die Firmen wollen die ins Bewusstsein gerückten Ausfallrisiken eines Kontrahenten senken und verteilen daher die kurzfristigen Geldanlagen auf mehr Banken. Während bei der Vorjahresbefragung 22 Prozent angaben, mit mehr Banken zu arbeiten, sind es jetzt 37 Prozent.

In der Anlagestruktur spiegelt sich der Wunsch nach mehr Streuung ebenfalls wider. Laut Studie legen die Firmen weltweit im Schnitt nur noch 55 Prozent ihres Geldes in kurzfristigen Bankeinlagen an, nach 61 Prozent ein Jahr zuvor. Dagegen ist die Quote der Geldmarktfonds auf 32 Prozent gestiegen.

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