Studie
Investoren ziehen Milliarden aus Schwellenländern ab

Schwellenländer werden für Investoren offenbar immer unattraktiver. Allein bis Mittwoch zogen sie zwei Milliarden Dollar aus Rentenfonds dieser Volkswirtschaften ab. Das setzt die Währungen der Länder unter Druck.
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New YorkDie Kapitalflucht aus den Schwellenländern hat sich einer Studie zufolge beschleunigt. Investoren aus der ganzen Welt zogen allein in der Woche bis Mittwoch netto zwei Milliarden Dollar aus Rentenfonds aufstrebender Volkswirtschaften ab, wie aus einer Untersuchung von Bank of America Merrill Lynch Global Research hervorgeht, die am Freitag veröffentlicht wurde. Das sei so viel wie seit neun Wochen nicht mehr und die 14. Woche in Folge mit mehr Ab- als Zuflüssen. Die Konjunkturerholung in den USA sowie das Signal für eine dortige geldpolitische Wende gaben den Startschuss für eine Kehrtwende der Kapitalflüsse: Die Anleger holen ihr zuvor in großem Stil in den Schwellenländern angelegtes Geld wieder zurück, was die Währungen dieser Länder zuletzt stark unter Druck setzte.

Indien prüft Reuters-Informationen zufolge deshalb eine gemeinsame Devisenmarkt-Intervention mit anderen Schwellenländern. Nach einer wochenlangen Talfahrt stabilisieren sich Devisen wie die indische Rupie und der brasilianische Real inzwischen aber wieder etwas.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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