Studie zu Spezialfonds
Gebührendifferenzen schrumpfen

Noch gibt es krasse Unterschiede bei den Gebühren von Spezialfonds, doch die Differenzen sind in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft.

HB FRANKFURT. Zu diesem Ergebnis kommt Georg Seil Consulting GSC, Wiesbaden, im Rahmen einer Umfrage unter 45 Investmentgesellschaften. Allein die einbezogenen 21 deutschen Gesellschaften verwalten ein Spezialfondsvermögen von 460 Mrd. Euro.

Bei der Untersuchung geht es um die so genannte Managementgebühr von Spezialfonds, die für institutionelle Anleger aufgelegt wurden. Diese Gebühr ist als fester Prozentsatz auf das verwaltete Vermögen bezogen und wird für den Fonds jährlich berechnet. Sie ist die Entlohnung für die Managementleistung der Anlagegesellschaft.

„Aus Anbietersicht besteht heute eine deutlich größere Einigkeit über ein faires Vergütungsniveau als früher“, sagt GSC-Consultant Tilo Neubert. Noch vor drei Jahren habe die Managementgebühr für Volumina von 100 bis 125 Mill. Euro bei europäischen Aktien in knapp mehr als der Hälfte der Fälle zwischen 0,20 und 0,50 Prozent gelegen. Heute beträgt der Mittelwert fast unverändert 0,30 Prozent, aber bereits mehr als zwei Drittel der Offerten fielen in die genannte Spanne von 0,20 bis 0,50 Prozent.

„Früher testeten manche internationalen Anbieter den deutschen Markt“, sagt Neubert. Doch das komme kaum noch vor. Dessen ungeachtet sind die Managementgebühren nach Beobachtung von GSC bei allen Anbietern tendenziell angestiegen, wenn auch mit gebremstem Tempo.

Internationale und insbesondere angelsächsische Häuser hätten ihre Gebühren in den vergangenen eineinhalb Jahren deutlicher angehoben als heimische Adressen. Rainer Buth findet dafür viele Erklärungen. Der Geschäftsführer von Faros Consulting sagt: „Die Aufwendungen im Zuge steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen sind insbesondere in den USA stark gestiegen.“ Außerdem suchten viele institutionelle Investoren, die über große Anlagesummen verfügen, nach Top-Managern. Das bringe die guten Verwalter in eine komfortable Position.

Nach vorne gerichtet und aus Anlegersicht gibt Buth allerdings Entwarnung. „Ich erwarte jetzt keine großen Gebührensprünge mehr“, sagt der Faros-Mann.

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