Sydinvest hinkt hinterher
Kopf-an-Kopf-Rennen bei Europa-Rentenfonds

Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von insgesamt 73 Europa-Rentenfonds liegt der von Barbara Eberhardt gemanagte Uni Euro Aspirant mit einem Wertzuwachs von 10,46 Prozent erneut auf dem ersten Platz.

HAMBURG. Das Rennen um den Jahressieg in der Kategorie Europa-Rentenfonds hat Eberhardt aber noch nicht sicher. Diesen Titel kann ihr Activest-Manager Stefan Amenda noch streitig machen: Der von ihm betreute Euro Konvergenz Rent schob sich mit einem per Ende November erzielten Plus von 9,45 Prozent auf Platz zwei vor und machte im Dezember weiteren Boden gut.

„Wenn wir den positiven Trend der vergangenen Wochen fortsetzen können, sehen wir gute Chancen, am Jahresende ganz oben zu stehen“, sagt Amenda, der mit rund der Hälfte des Portfolios in Osteuropa investiert ist. Dort erwartet er im kommenden Jahr leicht rückläufige Renditen, beurteilt die Anlageregion insgesamt aber weiter positiv: „Die gute fundamentale Lage zeigt sich unter anderem darin, dass die Slowakei im November dem EWS II, also der Vorstufe zur Währungsunion, beigetreten ist.“ Für Polen und Ungarn rechnet er zwischen 2009 und 2011 mit der Einführung des Euros.

Davon ist Dänemark nach Meinung von Lars Bo Jensen noch weit entfernt. „Ich gehe davon aus, dass der Euro erst in zehn oder 15 Jahren die dänische Krone ablöst“, sagt der Manager des ISI Danish Bonds. „Vorerst wird es also beim EWS II mit einer Kopplung der Währung an den Euro mit einer Bandbreite von 2,25 Prozent bleiben.“ Jensens Fonds erzielte in den vergangenen zwölf Monaten lediglich ein Plus von 2,02 Prozent und liegt damit auf dem viertletzten Platz. „In diesem Jahr fuhren Investoren besser mit langen Restlaufzeiten. Daran konnten wir nicht teilhaben, weil der dänische Rentenmarkt stark von kurzen Laufzeiten geprägt ist“, begründet der Sydinvest-Manager das schlechte Ergebnis. Für 2006 hofft er jedoch auf Besserung: So sei wegen der restriktiveren Geldpolitik der EZB mit einem eher ungünstigen Marktumfeld für Papiere mit langen Restlaufzeiten zu rechnen. Das verschaffe seinem auf kurze Laufzeiten ausgerichteter Fonds quasi automatisch einen Wettbewerbsvorteil.

Werner Hedrich hält Rentenfonds mit Schwerpunkt auf dänischen Anleihen für deutsche Privatanleger dennoch für wenig sinnvoll. „Sie haben ein zu enges Anlagespektrum und können wegen der festen Bandbreite der Währung und gleichlaufender Geldpolitik nur einen minimalen Renditevorteil gegenüber Euro-Rentenfonds bringen“, begründet der Research-Leiter der Ratingagentur Morning-star seine Ablehnung. Osteuropa-Rentenfonds empfiehlt er dagegen unbedingt: „Auch im kommenden Jahr dürften diese Fonds deutlich besser laufen als Euro-Rentenfonds“, sagt Hedrich. Der Uni Euro Aspirant und der Konvergenz Rent von Activest seien hierfür „eine gute Wahl“.

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