Technologiefonds
Fondsmanager punkten mit Spezialisierung

Die Spitzenreiter unter den Technologiefonds setzen auf unterschiedliche Teilsegmente und Regionen. Bester Fonds in dieser Kategorie ist erneut der UBS (Lux) Equity Fund European Smaller Technologies.

HAMBURG. Mit europäischen Aktien aus der zweiten Reihe gelang es Frank Elze per Ultimo November, seine 90 Konkurrenten mit Schwerpunkt auf Technologieaktien hinter sich zu lassen. Der von ihm betreute UBS (Lux) Equity Fund European Smaller Technologies ist mit einem Zwölf-Monats-Wertzuwachs von 21,53 Prozent erneut Spitzenreiter dieser Kategorie. Dies zeigt die Auswertung von Feri Rating & Research.

Seit dem letzten Klassensieg vor zwei Monaten hat Elze kaum Veränderungen im Portfolio vorgenommen: "Wir haben beim Solarhersteller Q-Cells und beim Touchscreen-Weltmarktführer Balda Gewinne mitgenommen sowie unser Engagement bei Silicon Sensor aufgestockt." Neu hinzugekauft wurde nur die Münchener Adva Optical.

Komplett anders ist das Portfolio des viertplatzierten JF Pacific Technology Fund von JP Morgan Asset Management zusammengesetzt. Fondsmanager Victor Lee investiert nur in Asien und beschränkt sich nicht auf kleinkapitalisierte Unternehmen. Während Elze auch in Firmen mit Schwerpunkt auf Biotech und erneuerbare Energien investiert, konzentriert sich Lee auf die klassischen Technologiesektoren. 54 Prozent des Fondsvermögens hält er im Bereich Informationstechnologie IT.

Eine wieder andere Strategie verfolgt Volker Kuhnwaldt mit dem Fonds Nordasia.com. "IT- und andere Technologieaktien werden nicht beigemischt, der Fonds enthält ausschließlich Internetaktien aus Asien", betont der von Hamburg aus agierende Nordinvest-Manager. Dem Fonds bescherte dies mit einem Wertzuwachs von 15,79 Prozent Rang sieben.

Bei der Titelauswahl setzt Kuhnwaldt auf Länderebene schwerpunktmäßig auf die Marktführer und Unternehmen, die kurz davor sind, diesen Status zu erreichen: "Diese Strategie hat sich angesichts der stark voneinander abweichenden Strukturen in den Ländern der Region ausgezahlt."

Wie stark die Gegebenheiten in den Ländern voneinander abweichen, zeige ein Blick auf Märkte wie Indien, Taiwan und Japan: "Trotz seines Rufs als erstklassiger IT-Standort gibt es in Indien kaum börsennotierte Internetfirmen, ebenso in Taiwan, das als wichtiges Herstellerland für IT-Produkte gilt", sagt Kuhnwaldt.

In Japan hingegen gebe es zahlreiche aussichtsreiche Internetfirmen. Diese hält er derzeit trotz der Flaute an Nippons Börsen für aussichtsreich: "Die institutionellen Investoren machen nach den Börsenskandalen vor anderthalb Jahren noch immer einen Bogen um diese Unternehmen, die entsprechend niedrig bewertet sind", begründet er die hohe Gewichtung japanischer Internetaktien mit rund 30 Prozent. Er plant noch weitere Zukäufe am japanischen Markt.

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