Telekommunikations-Fonds
Fondsexperten sehen hohes Potenzial im Mobilfunk

Manager von Telekommunikations-Fonds, die in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse erzielen wollten, mussten vor allem eines mitbringen: den Mut, abseits der großen Märkte Nordamerika und Europa zu investieren.

HAMBURG. „Da waren wir vielleicht eine Spur zu vorsichtig“, sagt Brian Miller. Der Manager des Invesco Global Telecom bedauert etwa, nicht viel früher in Indien aktiv geworden zu sein. „Titel wie Bharti oder Hutchison India haben sich hervorragend entwickelt“. Vor knapp einem Jahr hat Miller das Versäumte nachgeholt und damit der Performance prompt auf die Sprünge geholfen: Im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 34 Telemedien-Fonds belegt der Invesco Telecom mit einem Wertzuwachs von 25,23 Prozent Rang neun (Tabelle). „Investments in Schwellenländer erhöhen die Volatilität“, erläutert Miller, warum er die Region dennoch nur als Beimischung sieht. Zwar stellt der mexikanische Mobilfunkanbieter American Movil die zweitgrößte Position im Portfolio, doch ansonsten dominieren US-Titel wie AT&T oder Verizon. Sie machen 38 Prozent des Fondsvermögens aus.

Nach wie vor stark untergewichtet ist Miller in europäischen Festnetzanbietern. So hat er jüngst seine Beteiligungen an France Telecom, Deutsche Telecom und British Telecom nochmals reduziert. „Keiner der drei Konzerne verzeichnet nennenswerte Zuwächse im Mobilfunkgeschäft“, erläutert er. Dort aber sieht der Invesco-Manager in den kommenden Jahren weltweit noch einiges an Potenzial.

Auch Teera Chanpongsang bescheinigt dem Mobilfunkmarkt weiter ein stürmisches Wachstum. Der Manager des im Zwölf-Monats-Vergleich führenden Fidelity Telecommunications erwartet, dass sich die Zahl der weltweit abgeschlossenen Verträge bis 2011 auf dann 3,9 Milliarden noch einmal verdoppelt. „Den höchsten Zuwachs wird es dabei in China und Indien geben“, sagt er.

„In den Industrieländern durchläuft der Telekom-Sektor derzeit eine lang andauernde strukturelle Anpassung“, sagt Gerd Bennewirtz bei. Dennoch billigt der Geschäftsführer der SJB Fonds-Skyline in Korschenbroich dem von vielen Anlegern gemiedenen Markt ein hohes Aufwärtspotenzial zu. „Die Unternehmen verdienen gut, und sie investieren das Geld in die Zukunft“, sagt er.

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