Templeton schlägt in Europa viele Konkurrenten
Fondsstrategen suchen unterbewertete Aktien

Die Suche nach Aktien von unterbewerteten Firmen ist ein Erfolgsrezept. Mit diesem Ansatz verbucht Nils Bartram einen Zwölfmonats-Wertgewinn von 45,82 %, Ken Cox erreicht ein Plus von 38,24 %.

HB/vwd FRANKFURT/M. Die Fondsmanager des kleinen H & A Lux Equities Value Invest B und des Templeton European Fund A rangieren auf guten Plätzen drei und fünf unter 293 Aktienfonds für europäische Standardwerte.

Cox und Bartram sehen kurzfristig Wolken am Himmel. „Schon im März zeigte sich, wie zerbrechlich die europäische Erholung ist“, sagt Cox. Auch Bartram ist derzeit eher pessimistisch und begründet dies unter anderem mit dem hohen Ölpreis, einer Wachstumsabflachung in China sowie erwarteten US-Zinssteigerungen. „Nach einer Korrektur bis in den Sommer erwarte ich zum Jahresende wieder steigende Kurse“, sagt Bartram. Auch Cox sieht Licht am Ende des Tunnels, unter anderem wegen der EU-Osterweiterung.

„Kurzfristig schneidet der H & A-Fonds deutlich besser ab als das Templeton-Produkt“, sagt Thomas Portig, Fondsexperte von HCM Capital Management. „Dies kann an seiner hohen Gewichtung deutscher Aktien liegen, die im europäischen Vergleich sehr gut abshcnitten“. Auf längere Sicht jedoch wendet sich das Bild Portig zufolge zu Gunsten des Templeton-Fonds.

Wegen ihres langfristig positiven Ausblicks sehen die Value-Investoren Cox und Bartram bei der aktuellen Marktschwäche neue Anlagechancen. Cox setzt vor allem auf Großbritannien - britische Aktien machen aktuell fast ein Drittel des Bestands aus. Bartram ist mit fast zwei Dritteln der Gelder in Deutschland investiert. „Mit Vorliebe investiere ich in Firmen, bei denen eine Eigentümerfamilie das Sagen hat“, erläutert Bartram, „dort wird in der Regel ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Kapital gepflegt“.

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