Threadneedle erwartet für Bonds in den USA und Europa sinkende Renditen
Euro-Rentenfonds legen in der Spitze zweistellig zu

Der Kauf des Rentenfonds Allianz-dit Bondselect in US-Dollar war für deutsche Anleger in den vergangenen zwölf Monaten ein Minusgeschäft. Weil der Dollar kräftig an Wert verlor, stand trotz Zins- und Kursgewinnen unter dem Strich ein Verlust von 2,17 Prozent. Ganz anders dagegen die gegen Währungsverluste abgesicherten Euro-Variante des Fonds.

HB HAMBURG. Sie führt im genannten Zeitraum mit einem Plus von 10,81 Prozent den jüngsten Vergleich der 248 Angebote umfassenden Kategorie „Renten Euro“ an.

Ein Grund für das gute Abschneiden ist die günstige Kostenstruktur. So beträgt die jährliche Verwaltungsvergütung lediglich 0,4 Prozent gegenüber 0,8 Prozent im Originalfonds. Privatanleger konnten davon leider nicht profitieren. „Wir haben die währungsgesicherte Anteilsklasse auf Nachfrage von institutionellen Investoren aufgelegt“, sagt Marc Savani von Allianz Global Investors. Die Mindestanlage betrage eine Million Euro. Interessenten finden nur im viertplatzierten Parvest US Dollar Bond Hedged von BNP Paribas ein ähnliches Angebot. Es ist mit einer jährlichen Managementgebühr von 0,75 Prozent allerdings deutlich teurer.

Zwischen die beiden auf US-Anleihen spezialisierten Fonds hat sich der Threadneedle Target Return geschoben. Dessen Manager Peter Allwright und Quentin Fitzsimmons investieren weltweit, sichern ihr Portfolio aber ebenfalls weitgehend gegen Währungsrisiken ab. Das Ziel, pro Jahr ein um drei Prozentpunkte besseres Ergebnis als der Geldmarktzins Euribor zu erzielen, haben sie in den vergangenen zwölf Monaten mit einem Wertzuwachs von 8,11 Prozent mehr als erfüllt. Die ersten 15 Monate seines Bestehens schloss der erst im April 2006 aufgelegte Fonds allerdings mit einem leichten Minus ab.

„Wir haben 2007 bereits sehr frühzeitig auf einen Abschwung der US-Wirtschaft und sinkende Zinsen gesetzt“, erläutert Fitzsimmons. Das habe das Ergebnis im ersten Halbjahr belastet, sich im weiteren Jahresverlauf aber ausgezahlt. „Vor dem Ausbruch der Kreditkrise waren Langläufer am Markt kaum gefragt, deshalb konnten wir uns günstig mit entsprechenden Kaufoptionen eindecken“, so der Threadneedle-Manager weiter. Verkaufsoptionen auf Hochzinsanleihen und den US-Dollar hätten das Ergebnis weiter verbessert.

Die beiden Manager wollen an der beschriebenen Positionierung grundsätzlich festhalten. Zwar könne es bei Langläufern angesichts der rasant gesunkenen Renditen noch einmal einen Rückschlag geben. „Aber“, so Fitzsimmons abschließend, „der Trend zeigt in den USA und auch in Europa weiter nach unten“.

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