Tool der Woche Die besten Fondssparpläne

Der langjährige Vergleich zeigt Minirenditen bei Sparplänen auf Renten-, Misch- oder Immobilienfonds. Aktienfonds-Sparer erzielten dagegen auskömmliche Renditen. Welche Produkte langfristig hohe Erträge bringen.
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Kursteil in der Zeitung: Anleger können mit Fondssparplänen über die Jahre ein Vermögen aufbauen. Quelle: gms

Kursteil in der Zeitung: Anleger können mit Fondssparplänen über die Jahre ein Vermögen aufbauen.

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Im schnellen Alltagsgeschäft lohnt es sich, manchmal einen Gang zurückzuschalten und allgemeingültige Weisheiten zu überdenken. Bei der Geldanlage glauben viele, dass Fonds besser sind als die doch recht einfach gestrickten Zinsprodukte der Banken.

Wie sieht es aber in der Realität aus, etwa bei einem Vergleich der vergangenen zehn Jahre? Wer im Januar 2004 einen Banksparplan bei der Deutschen Bank abgeschlossen hat, konnte sich zum Jahreswechsel über einen Staffelzins von anfangs drei Prozent freuen, der zum Ende der Laufzeit auf 4,1 Prozent anstieg. Das Angebot war damals zwar das beste im Markt. Trotzdem sorgte es nur für verhaltenen Jubel bei den Sparern, weil Bundesanleihen damals mehr als vier Prozent abwarfen und Fonds viel attraktiver erschienen.

Der Blick auf die Statistik des Fondsverbandes BVI bestürzt jetzt aber viele Anleger. Denn im Durchschnitt schafften es Fonds für konservative Anleger nicht, die Rendite des langweiligen Banksparplans zu schlagen. Im Schnitt brachten Sparpläne bei Rentenfonds, je nach Anlageregion und Laufzeit nur zwischen einem und 3,3 Prozent per annum. Mischfonds rentierten mit 2,8 Prozent pro Jahr, offene Immobilienfonds nur mit 2,0 Prozent.

Die Folge: Bei offenen Immobilienfonds erzielten Anleger, die bis zum Jahreswechsel 2013 zehn Jahre lang jeweils 100 Euro je Monat einzahlten laut BVI im Schnitt 13.294 Euro. Beim Langweiler-Sparplan der Deutschen Bank 14.796 Euro.

Der Vergleich des BVI zeigt aber auch: Wer etwas mehr Risiko in Kauf nahm, wurde dafür belohnt. Sparpläne auf globale Aktienfonds rentierten mit 4,1 Prozent per annum, Produkte mit Fokus auf den deutschen Markt sogar mit 7,7 Prozent. Selbst mit einem Durchschnittsprodukt erzielten Fondsanleger mit Fokus auf das Heimatland also gut 3000 Euro mehr als Zinsjäger beim Branchenprimus.

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6 Kommentare zu "Tool der Woche: Die besten Fondssparpläne"

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  • Das Fondssparpläne eine interessante Anlagealternative sind, bin ich dabei. Wenn ich dazu langfristig hohe Ertragschancen erzielen möchte, dann sicherlich nur über einen Aktienfonds. Aber Chancen bedeuten auch Risiken. Diese kommen meiner Meinung nach etwas zu kurz in diesem Artikel. Besonders das Ablaufrisiko wird überhaupt nicht erwähnt. Ist in der Praxis aber sehr entscheidend für den Gesamtertrag. So wirkt sich ein schlechtes Börsenjahr in den letzten Ansparjahren besonders negativ auf die Rendite eines Aktiensparplanes aus. Hier wäre eine Auflistung interessant gewesen, welche Firmen z. Bsp. automatische Sicherungsmechanismen anbieten.

    Was ich an diesem Artikel allerdings bedenklich finde, ist die magere Datenbasis mit der dann Fonds als „Die Stars …“ gelistet werden. Laut den BVI-Daten wird nur ein Zeitraum betrachtet. Also konkret bei 10 Jahren der Zeitraum 31.12.2003 bis 31.12.2013.
    Das ist ein reine Stichtagsbetrachtung. Mit einer Stichtagsbetrachtung kann ich zu der Qualität eines Fonds überhaupt nichts sagen. Das wurde aber leider hier gemacht.

  • Egal, ishares DAX nehmen, Geld sparen und auf Dauer die bessere Rendite.

  • Selbst 7% Rendite ergeben nach Abzug von 25% Abgeltungsteuer sowie Realverlust durch Inflation von 2% eine Nettorendite von 3,25%.

  • "Platz 1: DWS Deutschland
    10-Jahres-Rendite: 23,488 Prozent
    15-Jahres-Rendite: 39,903 Prozent
    20-Jahres-Rendite: 69,282 Prozent"

    Wenn ich mir den Fonds auf einem Fondsvergleich meiner Wahl anschaue und nachrechne komme ich auf deutlich andere Ergebnisse.
    10 Jahre bspw ca. 263 % insgesamt, 13,6 p.a.

    Mag mir das jemand erklären?

  • Die Redaktion hat es richtig gemacht! "per annum" ist Latein (oder auch "pro anno"), "per anno" ist Italienisch, wie einige Begriffe aus dem Bankwesen.

  • Liebe Redaktion, wenn schon Latein, dann doch bitte richtig!
    Es heißt: "per anno"

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