Top 10 Fonds: DWS Akkumula
Der kleine "Volksfonds"-Bruder

Wer "DWS" und den Namen Klaus Kaldemorgen hört, denkt zuerst an den Vermögensbildungsfonds I. Doch da gibt es noch den kleinen Bruder: den DWS Akkumula. Gleiches Management, fast identische Anlagestrategie - und doch meistens einen Tick besser als der große "Volksfonds".

Geschichte

So ist das mit kleinen Brüdern: Sie stehen oft im Schatten der Großen. So ist das auch beim DWS Akkumula. Der große Bruder, das ist der DWS Vermögensbildungsfonds I, der 1970 aufgelegt wurde, neun Jahre nach der Emission des DWS Akkumula. Der Vermögensbildungsfonds I ist der Verkaufsschlager des Fondshauses DWS. Der von der Bild-Zeitung einst zum "Volks-Fonds" ausgerufene Fonds ist 3,87 Milliarden Euro schwer, das sind 1,5 Milliarden mehr, als beim DWS Akkumula verwaltet werden. Das Urgestein der DWS Fondspalette, der Akkumula findet in den vergangenen Jahren weniger Beachtung in der Öffentlichkeit. Doch das wird ihm nicht gerecht. Er ist der Kleine, aber immer noch der Ältere. Und in den vergangenen Jahren auch der Bessere.

Letztlich lässt sich an der Entwicklung der beiden Fonds gut verfolgen, wie wichtig gutes Marketing in der Branche ist. Denn die Namen unterscheiden sich deutlicher als die Konzepte, die dahinter liegen. Wer vor zehn Jahren sein Geld in den Vermögensbildungsfonds investiert hat, sieht heute unterm Strich ein Plus von 87 Prozent, beim Akkumula sind es 54 Prozent. Doch das ist nur eine Langzeitbetrachtung. In den vergangenen Jahren war der Akkumula - egal, ob in der Jahres-, Dreijahres oder Fünfjahresbetrachtung - immer einen Tick besser. Anleger, die vor fünf Jahren ihr Geld in den Vermögensbildungsfonds investierten, haben ihr Kapital um rund zehn Prozent vermehrt, beim Akkumula sind es 20 Prozent. Ein Blick auf das Jahr 2007 ist symptomatisch für die jüngste Vergangenheit: Während der Vermögensbildungsfonds 2007 ein mageres Plus von 0,55 Prozent schaffte, zog ihm der Akkumula mit plus 6,15 Prozent um Längen davon.

Fondsmanagement

Man kann sagen: Der Akkumula ist der bessere Vermögensbildungsfonds I. Doch wenn es zu Performance-Unterschieden zwischen den beiden kommt, liegt es jedenfalls nicht an der unterschiedlichen Qualität des Fondsmanagements. Denn das ist identisch. Der Akkumula wird seit 1991 von Klaus Kaldemorgen gemanagt, dem vermutlich bekanntesten Fondsmanager Deutschlands. Kaldemorgen hat sich zwar zwischenzeitlich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, um sich um seine schwer erkrankte Frau zu kümmern. Deshalb leitet seit April 2008 sein Stellvertreter Marc-Alexander Kniess kommissarisch sowohl den Akkumula als auch den Vermögensbildungsfonds I. Doch nach wie vor bestimmt Kaldemorgen die Strategien vom Home-Office aus. Der Meister lässt nicht los, seine Marktmeinung ist ausschlaggebend für die Anlageentscheidungen.

Klaus Kaldemorgen kam 1982 zur DWS, seit 1991 leitet er das internationale und seit 2002 das gesamte Aktienfondsmanagement. Seit 2006 ist Kaldemorgen Sprecher der DWS-Gruppe. Während seiner Abwesenheit wird er diese Aufgaben allerdings ruhen lassen.

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