Top 10 Fonds: Fidelity European Growth
Europäischer Riese aus Amerika

Der Fidelity European Growth Fund ist der größte in europäische Aktien investierende Fonds Europas. Allein in Deutschland haben rund eine Million Menschen Geld in diesen Fonds investiert.

Geschichte

Man könnte vermuten, dass der größte in Europa anlegende Fonds von einer europäischen Fondsgesellschaft stammt. Von Axa Investment Managers etwa, von Deka, Union oder von der DWS. Die Deutsche-Bank-Tochter ist immerhin Deutschlands größte Fondsgesellschaft. Doch wenn es darum geht, per Fonds in europäische Unternehmen zu investieren, ist der European Growth Fund von der US-Gesellschaft Fidelity die Nummer Eins, auch in Deutschland. Etwa die Hälfte des rund elf Milliarden Euro umfassenden Fondsvermögens des Fidelity European Growth stammt von deutschen Anlegern.

Ein Grund dafür ist sicher die Erfolgsquote des Fonds: Mit knapp acht Prozent jährlicher Rendite über die vergangenen zehn Jahre liegt die Performance des Fidelity European Growth deutlich über dem Durchschnitt der Konkurrenz. Ein anderer Grund dürfte das Vertrauen der Anleger in Auszeichnungen sein. Und da hat der European Growth in der Vergangenheit kräftig abgeräumt. Der Fonds ist einer der am häufigsten ausgezeichneten Europa-Fonds. Agenturen wie Lipper und Standard & Poor's halten ihn für den langfristig besten europäischen Aktienfonds.

Fondsmanagement

Von 1992 bis 2002 hatte die Investmentlegende Anthony Bolton den European Growth zur absoluten Spitze geführt. Jahrelang hatte der Fonds nicht nur die Konkurrenz abgehängt, sondern auch regelmäßig deutlich besser performt als der Dow Jones Euro Stoxx 50. So etwas ist keine Selbstverständlichkeit. Die meisten Fonds schneiden schlechter ab als die Leitindizes ihres Börsensegments. Doch dann übergab Bolton die Verantwortung für den Fonds an Graham Clapp, dem Boltons Fußstapfen offensichtlich eine Nummer zu groß waren - und der darüber hinaus das Pech hatte, in einer der schlimmsten Baisse-Phasen der vergangenen Jahre das Ruder übernehmen zu müssen.

Clapp schlug sich in den folgenden Jahren tapfer, aber kaum besser als die Konkurrenz. Und 2006 schnitt der Fonds sogar unterdurchschnittlich ab. Im Januar 2007 reagierte Fidelity und übergab die Verantwortung für den einstmaligen Herzeige-Fonds an den damals 41-Jährigen Alexander Scurlock. Mit seinem früheren Aktienfonds, dem Fidelity Euro Blue Chip, hatte Scurlock fünf Jahre in Folge überzeugende Resultate erzielt und sich damit für den Job beim European Growth qualifiziert.

Scurlock arbeitet seit 1994 für Fidelity. Mit der Übernahme der Verantwortung für den European Growth hat er sich große Ziele gesetzt - nicht zuletzt auch deshalb, weil sein Bonus nun höher ist als sein Grundgehalt. Und diesen Bonus erhält er nur, wenn die Drei-Jahres-Rendite des Fonds besser ausfällt als bei dessen Vergleichsindex, dem FTSE Europe. Um seine Ziele zu erreichen, kann Scurlock bei Fidelity auf ein großes Team zurückgreifen. Von den 500 Fidelity-Analysten arbeiten ihm 77 Analysten direkt zu. Jeder der Experten analysiert sechs bis 17 Titel.

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