Top 10 Fonds: Templeton Growth
Ein Fonds für Anleger mit langem Atem

Eine im Schnitt zweistellige Wertentwicklung erzielten Anleger, die seit drei Jahrzehnten in den amerikanischen Riesen investiert hatten. Seit Januar 2008 wird einer der vielleicht bekanntesten Aktienfonds der Welt von einer Frau geführt.

Geschichte: Der Templeton Growth Fund wurde am 29. November 1954 aufgelegt und zählt heute zu den größten und erfolgreichsten Investmentfonds der Welt. Über die Zeitspanne der vergangenen 30 Jahre hinweg erzielte der Fonds in US-Dollar gerechnet eine Rendite von 3 805 Prozent - das entspricht etwa 13 Prozent jährlich (11 Prozent auf Euro-Basis). Die im Jahr 2000 aufgelegte Euro-Tranche des Templeton Growth Fund ist ein global anlegender Aktienfonds und verwaltet derzeit ein Fondsvermögen von rund 6,3 Milliarden Euro. Der Fonds wurde in Luxemburg zugelassen und wird von demselben Team und nach denselben Prinzipien wie sein amerikanisches Vorbild gemanagt.

Gründer des Templeton Growth Fund ist Sir John Marks Templeton (*29. November 1912). Die zum Fonds gehörende Investmentgesellschaft, die er bereits 1940 gegründet hatte, verkaufte er 1992 für 440 Millionen US-Dollar an die von Rupert H. Johnson gegründete Investmentgesellschaft Franklin. Das Unternehmen firmierte fortan unter dem Namen Templeton Investments Group. 1996 wurde darüber hinaus die Investmentgesellschaft Franklin Mutual Advisers integriert. Seit 2001 gehört zudem die Fiduciary Trust Company, eine der ältesten Investmentgesellschaften, zur Franklin Templeton Investments Gruppe. Weltweit verwaltet der Konzern ein Fondsvermögen von insgesamt rund 617,5 Milliarden US-Dollar. Auch in Deutschland gehört Franklin Templeton zu den zehn größten Publikumsfondsgesellschaften. Die Niederlassung in Frankfurt ist heute das umsatzstärkste Franklin Templeton-Büro in Europa.

Fondsmanagement: Seit Januar 2008 leitet Cindy Sweeting als verantwortliche Fondsmanagerin in der Steueroase Nassau den Templeton Growth Fund. Darüber hinaus managt sie einige institutionelle Spezialfonds. Unterstützt wird sie dabei von einem 35-köpfigen Analystenteam, das seit Jahren sehr gut eingespielt ist. Auch Sweeting bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Investmentbranche mit, davon hat sie bereits mehr als elf Jahre bei Templeton gearbeitet. Sie begann ihre Karriere im Small-Cap-Team, zuletzt war sie Director of Research der Templeton Global Equity Group.

Strategie: Das Fondsmanagement wählt die Aktien anhand des sogenannten Contrarian-Ansatzes aus. Das bedeutet, dass Aktien gekauft werden, die aktuell eine eher unterdurchschnittliche Performance aufweisen, aus Sicht des Fondsmanagements aber zu Unrecht unterbewertet sind. Dieser Investmentstil führt in der Regel dazu, dass der Fonds bei einer Hausse in seiner Wertentwicklung leicht gegenüber der Marktentwicklung zurückfällt. In schwachen Börsenzeiten erweist sich der Investmentansatz aber als stabil.

Vorteil des langfristigen Ansatzes: Die Fondsmanager haben für die Analyse der Unternehmen und die Beobachtung der jeweiligen Aktienkursentwicklung mehr Zeit. Traditionell sind US-Unternehmen im Fonds stark vertreten - derzeit mit etwas über 40 Prozent. Das bedeutet für europäische Anleger je nach Lage Währungsrisiken oder-chancen. Dass die europäische Tranche des Fonds in Euro abgerechnet wird, spielt dabei keine Rolle. Es findet keine Währungsabsicherung statt.

Pro: Die überdurchschnittlich hohe Performance des Templeton Growth Fund in den vergangenen Jahrzehnten macht den Fonds attraktiv für geduldige, langfristig agierende Investoren.

Contra: Mittelfristig agierende Anleger müssen damit rechnen, dass der Fonds in guten Börsenzeiten nicht so stark performt wie der Markt. Die neue Fondsmanagerin Cindy Sweeting muss zudem erst noch beweisen, ob sie das Schwergewicht besser zu lenken vermag als ihr Vorgänger Murdo Murchison, der in den vergangenen Jahren wegen unterdurchschnittlicher Performance in die Kritik geraten war.

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