Top-Positionen
Fondsmanager setzen auf die Pazifikregion

Es war ein schweres Erbe, das Jason Pidcock im August 2004 mit der Übernahme der Mellon-Fonds Newton Oriental und Mellon Asian Equity von Erfolgsmanager Ezra Sun antrat. Doch er hat es bewältigt.

HAMBURG. In der Zwölf-Monats-Statistik belegt der Newton-Fonds mit 26,48 Prozent Rang vier, der Mellon-Fonds mit 23,95 Prozent Rang sieben unter den 102 Fonds mit Anlageschwerpunkt Pazifik ohne Japan (Tabelle). "Die Fonds werden gleich gemanagt. Kurzfristige Performanceunterschiede erklären sich durch zeitversetzte Zu- und Abflüsse", so Pidcock. Dabei richtet sich der in Pfund geführte Newton-Fonds an britische Anleger, während der Mellon-Fonds in Dollar notiert.

Das gute Abschneiden führt Pidcock zum einen auf die Untergewichtung von Indien und Indonesien zurück, die von der Marktkorrektur im zweiten Quartal 2006 stärker betroffenen waren. Zum anderen schichtete er rechtzeitig in defensive Titel mit hohen Dividendenrenditen um. "Grundsätzlich glauben wir an Asiens internen Wachstumsmotor und setzen auf Firmen, die von der anziehenden Binnennachfrage profitieren", so der Fondsmanager. Dazu gehörten Finanzdienstleister wie etwa DBS Group aus Singapur, da die Nachfrage nach Finanzprodukten stetig steige.

Doch auch Firmen wie der Krankenhausbetreiber Parkway Holdings aus Singapur und das Glücksspielunternehmen Melco International in Macao profitierten von der wachsenden Bevölkerungsdynamik. Pidcock ist von Asiens Zukunft überzeugt: "Es gibt nur wenige Regionen in der Welt, die gleich hohe Renditen und Wachstumserwartungen haben."

Nur 5,69 Prozent legte der HSBC GIF Asia Freestyle zu. "Wir haben mit Kurseinbrüchen gerechnet und eher konservative Werte bevorzugt. Doch die Märkte zogen an", erklärt Manager Husan Pai das schwache Abschneiden. Pai hat das Fondsmanagement im Juli von Ayaz Ebrahim übernommen. Der Wechsel habe jedoch nichts mit der schwachen Performance zu tun. Die Freestyle-Strategie, die auf indexunabhängiger Titelauswahl basiere, habe bisher einfach noch nicht zum erhofften Erfolg geführt. "Der HSBC-Fonds hat auf die falschen Märkte und Aktien gesetzt", bestätigt Werner Hedrich, Leiter des Fondsresearch bei Morningstar. Das starke Engagement in Südkorea, Hongkong und Thailand war nachteilig. Dass Australien nicht im Anlageuniversum des Fonds vorgesehen ist, habe zudem geschadet.

Bisher hat die Entwicklung des HSBC-Fonds den Analysten nicht überzeugt. Er hebt jedoch den Daumen für den Mellon-Fonds: "Trotz der hohen Verwaltungsgebühr von zwei Prozent schneidet er auch langfristig besser ab als der MSCI Asia-Pacific ex Japan."

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