Trend: Wachstumsorientierter Ansatz
Erfolg bei US-Aktien ist für Fonds eine Frage des Stils

Für Robert Dean läuft es derzeit rund: Der von ihm gemanagte Franklin Aggressive Growth Fund erzielte in den vergangenen zwölf Monaten mit 40,26 Prozent einen nahezu doppelt so hohen Wertzuwachs wie der Durchschnitt aller 252 bei Feri Rating gelisteten Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika.

HAMBURG. Damit belegt er aktuell Rang vier seiner Vergleichsgruppe.

Das gute Ergebnis führt Dean unter anderem auf einige erfolgreiche Engagements im Technologiesektor zurück. Sehr gut gelaufen seien insbesondere Network Appliances und Cognizant Technology Solutions. „Beide Titel gehören nach wie vor zu den größten Positionen im Fonds“, ergänzt Dean, zu dessen bevorzugten Branchen aktuell auch der Gesundheitssektor zählt.

Wie bei allen Fonds von Franklin Templeton üblich, lässt bereits die Namensgebung auf den Anlagestil schließen: Während Templeton-Fonds schwerpunktmäßig in Substanzwerte (Value) investieren, liegt der Fokus der Franklin-Fonds auf Wachstumswerten (Growth). Für den Franklin Aggressive Growth wählt Dean Unternehmen aus, die ein Gewinnwachstum von mindestens 15 Prozent jährlich sowie hohe oder zumindest steigende Gewinnmargen aufweisen.

Die Marktaussichten für US-Aktien, insbesondere für die von ihm favorisierten Wachstumstitel, beurteilt Dean positiv. Er warnt jedoch vor allzu viel Euphorie: „Trotz der allgemein guten Marktlage kommt es nach wie vor auf die Einzeltitelauswahl an.“ Als Beispiel nennt Dean den PC-Sektor. So habe sich Apple sehr gut entwickelt, während Dell eher schlecht gelaufen sei.

Auch Aled Smith gibt sich für den US-Aktienmarkt optimistisch. Er managt den M&G American Fund, der mit einem Wertzuwachs von 36,46 Prozent derzeit auf Rang fünf seiner Vergleichsgruppe liegt. Im Gegensatz zu Dean, der aktuell 57 Prozent des Portfolios in Technologie- und Gesundheitstiteln hält, bevorzugt Smith Finanzdienstleister und Rohstoffwerte. Zudem ist er nicht auf einen bestimmten Investmentstil festgelegt, sondern investiert sowohl in Value- als auch in Growth-Titel.

Diesen als Blend bezeichneten Ansatz wertet Jens Herdack als eindeutigen Pluspunkt für den M&G-Fonds: „Die stilneutrale Ausrichtung des Fonds macht ihn weniger schwankungsanfällig als reine Growth-Fonds“, erläutert der Analyst der Berliner Weberbank. Als Basis-Investment für den Bereich Aktien Nordamerika sei das M&G-Produkt daher eine sehr gute Wahl. Den Franklin Aggressive Growth empfiehlt er dagegen nur Anlegern, die den Markt aktiv verfolgen. "Wer diesen Fonds in Marktphasen einsetzt, in denen Growth-Titel besser laufen als der Gesamtmarkt, fährt mit ihm besser als mit dem M&G-Produkt", so Herdack.

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