Trends am Mittag
Euwax: Anleger sehen Adidas-Aktiensplit positiv

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat nachdrücklich auf Inflationsgefahren hingewiesen und damit die Aktien- und Anleihemärkte am Dienstag weiter in die Knie gezwungen. Bernanke sagte auf einer Banken-Veranstaltung in Washington, die USA seien auf einem Weg zu einem verlangsamten Wirtschaftswachstum.

Die Fed müsse aber wachsam sein, um sicher zu stellen, dass die Inflation unter Kontrolle bleibe. Ein Risiko blieb der Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise. Bernanke äußerte sich besorgt über die steigende Inflationsrate in der Kernrate. Diese habe ein Ausmaß erreicht, das, wenn es sich weiter halten sollte, an der oberen Grenze oder sogar über dem liege, was er für vereinbar mit der Preisstabilität halte.

Die amerikanischen Aktienmärkte hatten daraufhin bereits am Montag ihre Verluste nach Inflation ausgeweitet und deutlich schwächer geschlossen. Analysten sahen in Bernankes Worten ein Signal dafür, dass die US-Notenbank die Zinsen bald anheben werde. Zuvor hatte es am Markt bereits die Sorge vor einer abflauenden Konjunktur gegeben. Der Leitindex Dow Jones der Standardwerte schloss 1,77 Prozent schwächer bei 11 048 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 2,24 Prozent auf 2 169 Punkte. Ähnlich sahen die Reaktionen am Morgen in Asien aus. Der Nikkei, der Index der 225 führenden japanischen Standardwerte, verlor am Morgen rund 1,8 Prozent auf 15 384 Punkte. Der setzte demzufolge am Morgen seine Abwärtsbewegung von gestern fort und fiel im Tief auf 5 546 Zähler. Anschließend erholte er sich wieder leicht und verbesserte sich auf rund 5 570 Punkte.

Die Spekulationshaltung der Anleger an der Euwax war am Dienstag weitgehend uneinheitlich. Während bei den Standardwerten im Dax nach gut einer Stunde Handel wieder überwiegend auf steigende Kurse gesetzt wurde, gingen die Anleger beim Mittelstandsindex MDax eher von weiter fallenden Kursen aus und trennten sich von bis heute gehaltenen Calls. Der MDax sank am Morgen zeitweise um mehr als 2,6 Prozent auf 7 941 Punkte, konnte sich anschließend aber wieder leicht auf rund 7 985 Punkte erholen.

Die in Aussicht gestellte Zinserhöhung in den USA stärke bereits am Montag den Dollar und setzt diese Wirkung auch heute weiter fort. Der Euro sank am Morgen unter die Marke von 1,29 Dollar. An der Euwax wird indes auf eine Kurserholung beim Euro spekuliert.

Auch am Dienstag tendierte der Goldpreis im Handelsverlauf leichter. Nachdem er gestern noch bei 645 Dollar notierte, sank er am Morgen auf weniger als 637 Dollar pro Feinunze. Nachdem es am Morgen zunächst zu zahlreichen Stopp-Loss-Verkäufen kam, waren im weiteren Handelsverlauf Calls wieder gesucht.

Zu deutlichen Käufen kam es am Morgen bei Calls auf den Sportartikelhersteller Adidas. Die Aktie notierte am Morgen nach einem Splitt im Verhältnis von 4 zu 1 mit 38,60 Euro gegen den Markt weitgehend unverändert. Offensichtlich setzten die Anleger auf den in den vergangenen Monaten stets positiven Effekt eines Aktiensplits auf den Kurs der jeweiligen Aktien.

Thyssen-Krupp verkauft sein Aluminium-Gießerei-Geschäft Budd . Der Schritt sei Teil einer umfassenden Strukturierung teilte der Zulieferer für die Autoindustrie am Montag mit. Der Verkaufspreis wurde indes nicht bekannt. Die Thyssen-Kurpp-Aktie gab daraufhin am Morgen bis zu vier Prozent ab und führte damit die Verliererliste im Dax an. An der Euwax waren Calls auf Thyssen Krupp dennoch gefragt.

Euwax Trends - Optionsscheine (Stand: 12.00 Uhr)
Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Put5 700-18. Jul 06CG14YB

ausgeglichen

Dax / Call5 700-18. Jul 06CG14XKmehr Käufer
Kali & Salz / Call50-08. Sep 06TB8TFBmehr Käufer

Adidas

/ Call
160-14. Dez 07TB89B7mehr Käufer
EUR/USD / Call1,25-06. Sep 06CZ0736mehr Käufer

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