Trends am Mittag
Euwax: Preiskampf bei Pharmaherstellern

Nach einem Feiertag und einem darauf folgenden Brückentag startete der Dax am Montag in eine aus europäischer Sicht normale Handelswoche. Tatsächlich sind die europäischen Börsen am Montag weitgehend auf sich allein gestellt, da die Märkte in den USA aufgrund des Memorial Day heute geschlossen bleiben.

Für den Rest der Woche sind aus den USA indes eine Vielzahl wichtiger Konjunkturdaten zu erwarten, die nicht zuletzt über die Inflationsentwicklung in den USA und damit über die künftige Zinspolitik in den USA Aufschluss liefern sollen.

Dazu zählen das Verbrauchervertrauen (Dienstag 16 Uhr), der Chicagoer Einkaufsmanagerindex (Mittwoch 16 Uhr), die Entwicklung der Produktivität und der Lohnstückskosten sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Donnerstag 14:30 Uhr), der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe (Donnerstag 16 Uhr) und zu guter Letzt die Veröffentlichung der Arbeitslosenquote (Freitag 14:30 Uhr), um nur die wichtigsten zu nennen.

Im Vorfeld dieser Zahlen gab der Dax am Montag zunächst um mehr als ein halbes Prozent nach auf rund 5 750 Punkte. Damit ließ sich der Dax am Morgen nicht von dem gestiegenen Konsumklima in Deutschland anstecken. Die Gesellschaft für Konsumforschung hatte am Morgen den aktuellen Index mit 6,8 - nach revidierten 5,8 Punkten - im Vormonat angegeben. Damit ist die Stimmung bei den deutschen Verbrauchern derzeit so gut wie seit 2001 nicht mehr. Ein wichtiger Grund für den Anstieg sei allerdings die Neigung der Verbraucher zu Anschaffung langlebiger Güter wie Autos oder Möbel, im Vorfeld der kommenden Mehrwertsteueranhebung.

Im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart nutzten die Anleger am Morgen das gesunkene Kursniveau im Dax um in Calls auf den Index einzusteigen. Verkauft wurden dagegen Calls auf den MDax, der verglichen mit seinem großen Bruder Dax, am Morgen zunächst weitgehend unverändert tendierte bis er später auch in die Verlustzone abtauchte. Der MDax hat nach seinen schweren Verlusten im Zuge der Korrektur in den vergangenen fünf Tagen bereits rund sieben Prozent wieder aufgeholt.

Von dem schweren Erdbebenunglück in Indonesien vom Wochenende zeigten sich die deutschen Rückversicherer Münchener Rück und Hannover Rück am Morgen weitgehend unverändert. Zwar gaben sie im Zuge der sinkenden Indizes gleichfalls nach, verloren aber nur unwesentlich stärker als der Gesamtmarkt. An der Euwax waren am morgen Calls auf beide Unternehmen gefragt.

Die Reform des deutschen Gesundheitswesen heizt den Preiskampf unter den Herstellern von Nachahmermedikamenten an. In der vergangenen Woche kündigte der Schweizer Pharmahersteller Novartis Preissenkungen für einen großen Teil der Produkte seiner Generikahersteller Hexal und Sandoz an. Daraufhin verlor die Aktie des im MDax gelisteten Generikaherstellers Stada zeitweise bis zu elf Prozent. In den vergangenen zwei Tagen konnte die Aktie Teile dieser Verluste wieder aufholen, gab am Montagmorgen jedoch erneut um mehr als vier Prozent nach. Dabei hatte einige Investmentbanken, wie die WestLB die Aktie inzwischen wieder zum Kauf empfohlen, nicht wenige hatten aber gleichzeitig ihre bisherigen Kursziele für die Aktie nach unten revidiert. Im Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart waren am Morgen Calls auf Stada gerade wegen der Kursverluste stark gefragt.

Ebenfalls gesucht waren Calls auf den österreichischen Leitindex Atx. Der sich im Gegensatz zu den übrigen europäischen Standardwerten am Morgen um gut ein Prozent verbesserte.

Euwax Trends - Optionsscheine (Stand: 12.00 Uhr)
Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Put5 700-13. Sep 06


CG15ZD

ausgeglichen

Dax / Call5 700-19. Jul 06CM3241mehr Verkäufer

Stada

/ Call
30-11. Dez 06DB6389mehr Käufer
Atx / Call3 000-17. Aug 07RCB2H1mehr Käufer
Pfleiderer / Call19,27-11. Dez 06DB512Amehr Käufer

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