Trendwende
Großinvestoren wetten gegen Mini-Aktien

Das große Geld macht man mit den kleinen Aktien. Ein Jahr lang setzten große Spekulanten wie Hedgefonds auf Aktien mit einem kleinen Marktwert. Jetzt wetten sie Milliardenbeträge dagegen. Gründe für den Umschwung.
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New YorkHedgefonds wenden sich in diesen Tagen von jenen Aktien ab, die während des Bullenmarktes die besten Erträge geliefert haben: Small Caps. Diese Titel von Unternehmen mit einer relativ kleinen Marktkapitalisierung sind betroffen von einem Stimmungsumschwung, der vermutlich auf eine schwache Entwicklung in den vergangenen Wochen zurückzuführen ist.

Große Spekulanten wie Hedgefonds haben im April rund 2,8 Milliarden Dollar darauf gesetzt, dass der Russell 2000 Index - ein US-Aktienbarometer für Small Caps - fallen wird. Das ist das höchste Niveau seit 2012. Diese 180-Grad-Wende erfolgte nach einem Jahr an Aufwärtswetten.

Verantwortlich für den Stimmungsumschwung ist vermutlich die schwache Entwicklung der Kleinwerte. Der Russell 2000 liegt zum Wochenende rund sieben Prozent unter seinem Hoch von 2014, während der Standard & Poor's 500 Index für größere US-Aktien nur 1,2 Prozent von seinem Rekordniveau entfernt ist. Zudem sind die Small Caps relativ hoch bewertet.

Unternehmen von KapStone Paper & Packaging bis zu Cardtronics sind seit März 2009 rund 20 Mal so stark gestiegen wie der S&P 500 - dank schnellerem Wachstums bei Umsätzen und Gewinnen. Die Bewertungen im Russell 2000 sind auf einem Niveau angelangt, das oberhalb der Niveaus aus der Technologieblase der 1990er Jahre liegt.

Der einsetzende Ausverkauf von Small Caps lässt Anleger langsam das Vertrauen in die fünf Jahre währende Rally am Aktienmarkt verlieren. Gerade schwächelnde Small Caps werden von einigen Analysten als ein schlechtes Omen für den breiteren Markt gesehen.

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