Trotz Aufwertung bleiben Euro-Anlagen in den meisten Renten-Portfolios übergewichtet
Fondsmanager setzen auf Euro-Land

Auch wenn der Euro unter Fondsmanagern inzwischen nicht mehr als unterbewertet gilt, gewichten nach wie vor viele europäische Rentenmanager den Euro gegenüber der US-Währung über.

HB/vwd FRANKFURT/M. So auch Mahnaz Rashidi, Fondsmanagerin des BBV-Fonds-Union. Sie kann sich Dollar-Titel als Beimischung aber vorstellen: „Bevor ich mich in den USA allerdings tatsächlich wieder engagiere, warte ich eine Erholung des US-Dollars und des amerikanischen Rentenmarktes ab“, betont die Fondsmanagerin. Aktuell hat sie rund 70 % der ihr anvertrauten Mittel in Euro-Land-Anleihen investiert. In den zurückliegenden zwölf Monaten per Ende Mai brachte dies ein Plus von 12,23 %. Damit belegt der Union-Fonds Platz drei in der Performance-Rangliste europäischer Rentenfonds.

Wie Rashidi hält auch Christophe Auvity, Fondsmanager des Parvest European Bond C, an der Übergewichtung von Euro-Land-Titeln in seinem Portfolio fest: „Ich rechne mit einer weiteren Aufwertung des Euros“, erklärt Auvity. Mit einer Wertentwicklung von 12,06 % liegt der Parvest-Fonds auf Platz fünf. Auffällig sind der sehr geringe Performance-Abstand zwischen den zehn besten Fonds dieser Kategorie von unter einem Prozentpunkt und auch das gute Abschneiden gegenüber dem Vergleichsindex.

So eindeutig die Argumente der Fondsmanager für die Euro-Übergewichtung ausfallen, umso schwieriger gestaltet sich offenbar die Suche nach renditesteigernden Beimischungen: Osteuropa-Titel, in die der BBV-Fonds-Union maximal zehn Prozent seiner Mittel investieren darf, sind für Rashidi derzeit keine attraktive Anlagealternative. Deren Anteil hat die Fondsmanagerin zuletzt von etwa 6 auf 3 % zurückgefahren. Auch Dollar-Anleihen, die in kanadische Titel investiert sind, machen im Fonds nur eine knapp einprozentige Position aus.

Auvity sieht ebenfalls wenig Alternativen zum Euro: Für das britische Pfund ist er momentan negativ gestimmt. Trotz der deutlichen Wertverluste zum Euro in den vergangenen Monaten werde sich das Pfund noch weiter abschwächen, ist er sich sicher. Grund dafür sei vor allem der weiter zur Schwäche neigende US-Dollar, der die britische Landeswährung mit nach unten ziehe. Er wird daher die derzeitige Untergewichtung des britischen Pfunds beibehalten. „Neutral gewichtet“, so Auvity weiter, sei er bei skandinavischen Währungen, in die der von ihm betreute Fonds neben Euro und Pfund Sterling noch investieren dürfe.

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