Trotz Verlusten
Hedgefonds halten an Bankaktien fest

Nur sehr wenige Hedgefonds-Manager wetten derzeit auf sinkende Bankaktien und tätigen dazu Leerverkäufe, sagen Experten. Vielmehr hielten sie trotz der Verluste an ihren Positionen fest.
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LondonDie jüngsten Kurseinbrüche französischer Bankaktien gehen Börsianern zufolge im wesentlichen nicht auf Hedgefonds zurück. Diese hielten vielmehr trotz der Verluste an ihren Positionen fest, weil der Sektor aus ihrer Sicht günstig bewertet sei, sagten sogenannte Primebroker, die Handelsgeschäfte für Hedgefonds ausführen. Das Geschäft mit Bankaktien werde derzeit eher von Sorgen um die Konjunkturentwicklung als von den Fundamentaldaten der Branche bestimmt. „Es gibt eine weit verbreitete Erwartung, dass es massive Regierungsinterventionen in diese Märkte geben wird, dass es sie geben muss“, sagte ein Primebroker.

Ein anderer machte deutlich, dass nur sehr wenige Hedgefonds-Manager derzeit auf sinkende Bankaktien wetteten und dazu Leerverkäufe tätigten. „Es sieht so aus, dass eher Investmentfonds verkaufen als Hedgefonds“, sagte er.

Der Chef des Portfoliomanagements von HSBC Alternative Investments, Tim Gascoigne, äußerte die Einschätzung, dass Hedgefonds bei Bankaktien derzeit tendenziell einen längerem Atem hätten. Denn die Titel könnten binnen drei Jahren eine sehr gute Wertentwicklung haben, sagte er. „Hedgefonds setzen mehr auf steigende Kurse von britischen Banken, weil sie einfacher zu bewerten sind als französische Banken“, erläuterte Gascoigne.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Hedegefonds sind derzeit die Sündenböcke für fast alles. Statt die URSACHEN wie Staatsverschuldung, Geldmengenflut, Billigzinsen und Einheitswährung für nicht zusammenpassende Wirtschaftsräume zu kritisieren, wird sich mit den SYMPTOMEN aufgehalten.

    Mitschuld sind die Medien, leider auch das Handelsblatt, welches die volkswirtschaftlichen Zusammenhängte und Fehlentwicklungen SELBST jahrelang nicht verstanden haben und einzelne Autoren derselben, die sich noch diese Woche schwertun.

    Die Zittrigen (heite Sorros, gestern Ackermann) fordern aus finanziellem Eigeninteresse, das Eingreifen vom Staatsfonds und EZB. Das Handelsblatt sollte dem nicht Beiflichten und den Bürgern dadruch in den Rücken fallen, sondern wieder das mit Abstand beste und seriöseste Finanzblatt werden, welches es Jahrzehntelang war.

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