Türkische Anleihen gelten als aussichtsreich
Fondsmanager setzen auf Kurzläufer

Für Rentenpapiere könnte 2005 ein schwieriges Jahr werden: „Die Renditen europäischer Anleihen sind derzeit mäßig. Auch Osteuropa ist zu teuer und nur über Währungsrisiken oder riskantere Anleihen z.B. aus Russland aufzupeppen“, sagt Thierry Feltgen, Analyst für Rentenfonds bei der Fondsberatungsgesellschaft Fund-Market.

HB FRANKFURT/M. Ein Paradebeispiel für Chancen – aber auch Risiken – liefert gerade die Türkei. „Die Wertentwicklung ist beeindruckend, ich hätte hier gerne investiert“, sagt Karel de Cuyper, Fondsmanager des KBC Bonds Euro Candidates Cap. Doch Rating-Qualität und technische Restriktionen hinderten ihn daran, da er nur Anleihen mit sehr guter bis guter Bonität kauft. Mit dieser Strategie hat der Fonds auf Sicht eines Jahres ein Plus von 12,3 Prozent erwirtschaftet und rangiert derzeit auf Platz zwei unter den 78 Produkten, die ihren Fokus auf Anleihen in europäischer Währung legen.

De Cuyper orientiert sich nicht an einem Index. „Voraussetzung ist, dass das Land EU- oder EWU-Mitglied ist oder wird, außerdem die Bewertung und die längerfristig ausgerichtete Strategie unseres Researchteams. Anfang des Jahres habe er den Anteil skandinavischer Anleihen reduziert. „Gleichzeitig wurde nach der Ausverkaufsstimmung für ungarische Papiere ein Schwerpunkt auf Forint-Staatsanleihen sowie auf polnische Zloty-Papiere gelegt, die sehr gut gelaufen sind.“

Mit einem Zuwachs von 11,7 Prozent liegt der OP Extra Portfolio der Investmenttochter des Bankhauses Oppenheim Platz vier der Rangliste. Weil er in der Euro-Zone mit weiter steigenden Zinsen rechnet, ist Fondsmanager Achim Walde bei Euroland-Anleihen kurzfristig positioniert. Das Kapital in britischen Papieren hingegen hat er längerfristig gebunden. „Hier erwarten wir keinen Zinsschritt mehr. Der Wirtschaftszyklus ist weit fortgeschritten und die Lage am Wohnungsmarkt wird sich beruhigen.“

In Osteuropa setzt Walde vor allem auf die neuen EU-Länder Polen, Ungarn, Tschechien und die Slowakei. „Trotz der guten Wertentwicklung sind wir immer noch positiv hinsichtlich Zinsen und Währungen. Die Fundamentaldaten sind positiv.“

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