UBS-Experte setzt auf Indien und Malaysia - Oppenheim arbeitet mit Trading-Modell
Dachfonds-Manager verdienen ihr Geld mit asiatischen Aktien

Fondsmanager mit Faible für asiatische Aktien erzielen derzeit gute Ergebnisse. Das belegt die aktuelle Hitliste für Dachfonds, die ausschließlich in Aktienfonds investieren.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. So berücksichtigt Dirk Unferricht, Dachfonds-Manager beim Wealth Management der UBS, die Fernostregion im UBS (D) Konzeptfonds Asia Pacific sehr stark. Das Produkt führt mit einem Zwölfmonats- Wertgewinn von 42,87 Prozent den Konkurrenzvergleich an.

Und die Aussichten für die Region scheinen günstig zu bleiben. „Vor dem Hintergrund des globalen Konjunkturaufschwungs sind wir für Asien weiterhin positiv gestimmt“, sagt Unferricht. Allerdings dürfte es seiner Meinung nach zu einer leichten Abschwächung des rasanten chinesischen Wirtschaftswachstums kommen. Daher favorisiert der Dachfonds- Manager andere Länder: „Derzeit sind wir an den Märkten Indien, Malaysia und Korea übergewichtet.“ So biete der Aktienmarkt in Malaysia ein relativ niedriges Kurs-Gewinn- Verhältnis, zudem sei der Export dort kaum von China abhängig. Darüber hinaus lege das UBS-Produkt in Australien an, ein Land, das die Wertentwicklung des Fonds stabilisieren soll. Insgesamt sei der Dachfonds meist vollständig investiert.

Völlig anders ausgerichtet ist der OIM Multi Invest Dachfonds, den Oppenheim Prumerica aufgelegt hat. Das Produkt investiert weltweit. Dabei verfolgt Fondsberater Olaf-Johannes Eick ein flexibles Trading-Modell. Das Produkt rangiert mit einer Performance von 35,79 Prozent auf Platz zehn und schneidet auch besser ab als der Weltaktienindex. Eick verfolgt die Entwicklung von 40 Aktienmärkten. Je Markt bleibe er im Schnitt rund drei bis sechs Monate investiert.

Er lege auch in stark schwankende Produkte wie etwa den Nordasia.com an. Drehe sich der Trend ins Negative, verabschiede sich der OIM Multi Invest dann auch von einem oder mehreren Fonds und halte Bargeld. „Derzeit sind wir voll investiert“, sagt Eick. Ab 1. Juli darf der Fonds bis zu 100 Prozent in Cash gehen. Übersteigt die Wertentwicklung acht Prozent im Jahr, soll eine Gebühr von 15 Prozent auf die Outperformance erhoben werden.

Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei HCM Capital Management, betont, dass beide Fonds „wie Äpfel und Birnen“ kaum zu vergleichen seien. Das eine Produkt investiere weltweit, das andere eben nur in der asiatisch-pazifischen Region. Dabei habe der UBS (D) Konzeptfonds Asia Pacific „in fast allen Perioden den MSCI-Pacific als Vergleichsindex geschlagen“. Der Fonds sei daher ein sinnvolles Produkt für einen Anleger, der einen Teil seines Vermögens im erwähnten Raum anlegen möchte.

Kritischer fällt das Urteil des Fondsanalysten über den OIM Multi Invest aus. Dieser habe in der langfristigen Betrachtung den Index nicht beziehungsweise nur in einem Bruchteil der Fälle geschlagen. Darüber hinaus investiere der Dachfonds in zum Teil sehr stark schwankende Fonds. Allerdings betreue Fondsberater Eick das Produkt erst seit gut einem Jahr.

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