Über 40 Produkte
Deutsche Bank entdeckt Indexfonds

Vertreter der Deutschen Bank haben am Mittwoch Details ihrer angekündigten Offensive mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) erläutert. In den nächsten Monaten sollen über 40 Produkte auf den Markt kommen.

ina FRANKFURT. Der Verantwortliche für börsengehandelten Indexfonds (ETFs) bei der Deutschen Bank, Thorsten Michalik, hat die ersten acht Produkte, deren Wertentwicklungen sich an bekannten Aktien-Messlatten orientieren sollen, im Januar lanciert. Für die nächsten Monate seien über 40 Produkte sowohl auf der Aktien- als auch der Anleiheseite geplant.

Laut dem Deutsche-Bank-Vertreter sollen die künftigen Produkte stärker innovativen Charakter haben. Darunter fallen ETFs auf andere Vermögensformen wie Rohstoffe oder Angebote, die beispielsweise die umgekehrte Dax-Entwicklung liefern; das heißt bei einem Dax-Verlust von einem Prozent ein Plus von einem Prozent.

Die ETF-Idee entstand in den USA, dem auch weitaus größten Markt. Aus heimischer Sicht ist die Deutsche Bank allerdings erst die zweite Adresse, die mit Nachdruck in dieses boomende Segment einsteigt. In Europa startete das Geschäft im Jahr 2000, hat derzeit aber bereits ein Volumen von etwa 70 Mrd. Euro erreicht. Indexchange und Barclays Global Investors vereinen rund die Hälfte des Marktes auf sich (siehe Bericht links). Nummer drei ist die zur Société Générale gehörende Lyxor Asset Management.

Michalik sieht mehrere Wachstumsmotoren für die transparenten und preiswerten Produkte. Er nennt die stark zunehmende Nachfrage institutioneller Investoren und das bisher noch geringe Engagement privater Anleger. Eine wichtige Rolle spielten außerdem die neuen Möglichkeiten zum Einsatz von Derivaten in ETFs, was neue Konzepte ermögliche und die Kosten senke. Auch global steuere der Markt massiven Wachstumskurs. „Weltweit sind rund 850 Produkte gelistet, aber allein 500 in der Zulassungsphase“, bemerkt Michalik.

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