Umfrage der US-Investmentbank Merrill Lynch
Fondsprofis sehen Kaufchancen

Immer mehr internationale Vermögensverwalter halten Aktien inzwischen wieder für unterbewertet und suchen nach Kaufgelegenheiten. Im Gegensatz dazu erwarten viele, dass sich die wirtschaftlichen Aussichten verdüstern und geben an, bei der Geldanlage nur unterdurchschnittliche Risiken einzugehen.

FRANKFURT. Dies ist das Ergebnis der aktuellen monatlichen Umfrage der US-Investmentbank Merrill Lynch unter 188 Fondsmanagern, die ein Vermögen von über 400 Mrd. US-Dollar verwalten.

"Investoren nehmen makroökonomische Risiken wahr, bauen sie aber bislang nicht in ihre Portfolio-Strategien ein", weist David Bowers, Berater von Merrill Lynch, auf die Diskrepanz in der Umfrage hin, die als Stimmungsbarometer in der Branche gilt. Inzwischen rechnen fast zwei Drittel der Befragten damit, dass sich das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden zwölf Monaten abschwächt. Im August meinten dies die Hälfte. Eine Rezession befürchten 14 Prozent, im August glaubten dies nur sieben Prozent. Folglich gibt inzwischen fast die Hälfte der Fondsmanager an, nur relativ geringe Risiken einzugehen, nach 38 Prozent im Vormonat. Ihr Liquiditätsbestand ist seit August bei rund 4,3 Prozent stabil geblieben.

Zugleich hält aktuell gut ein Drittel der Fondsprofis Aktien wieder für unterbewertet. Fast die Hälfte wollen ihre Aktienposition ausbauen. Im August gaben dies nur 22 beziehungsweise 39 Prozent an. In einem aus Aktien und Anleihen gemischten Portfolio gewichten die Fondsmanager Aktien seit August zu 53 Prozent über. Anleihen halten sie für zu teuer.

Trotz der geäußerten Konjunktursorgen bevorzugen die Vermögensverwalter Aktien aus konjunktursensiblen Branchen wie Technologie, Energie und Industrie. Nach Regionen favorisieren sie Schwellenländer und die Euro-Zone.

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