Umfrage: Image deutscher Fondshäuser
Anleger schätzen ausländische Fonds

Anleger kennen zwar eher deutsche Investmentfondsanbieter, halten die ausländischen Wettbewerber aber für seriöser und sympathischer. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Finanzdatenanbieters Onvista, für die 2 000 Nutzer des Finanzportals über die 33 größten Fondsanbieter am deutschen Markt befragt wurden.

rez FRANKFURT. Die bekannteste Fondsgesellschaft ist nach der Studie die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS, die über drei Viertel der Befragten kennen. Knapp 71 Prozent kennen die Sparkassen-Fondstochter Deka. Das dritt- und das viertbekannteste Fondshaus sind mit Fidelity und Merrill Lynch bereits zwei ausländische Anbieter.

Das größte Vertrauen schenken Investoren der Studie zufolge vor allem großen ausländischen Anbietern. Bei den Eigenschaften „Seriosität“, „Sympathie“ und „Fortschrittlichkeit“ gaben Anleger den ausländischen Fondshäusern die besten Noten. Am besten schnitt die US-Fondsgesellschaft Fidelityab, die in allen drei Kategorien auf Rang eins liegt.

So halten rund zwei Drittel der befragten Onvista-Nutzer vor allem Fidelity, Franklin Templeton und Merrill Lynch für uneingeschränkt seriös, was auf einer fünfstufigen Skala ermittelt wurde. Auf Rang vier folgt mit knapp 57 Prozent das größte deutsche Fondshaus DWS. Die zweit- und drittgrößten deutschen Anbieter Union Investment und Deka liegen nur auf den Rängen 20 und 28. Ähnlich fällt das Ergebnis in puncto „Sympathie“ aus. Als fortschrittlichstes Fondshaus nannten Anleger nach Fidelity die Hypo-Vereinsbank-Tochter Indexchange vor Merrill Lynch, ABN Amro und der DWS.

Interessant ist, dass Investoren bei den Marketing-Kampagnen eher die deutschen Fondshäuser für gut halten. So bekommt die DWS hier die besten Noten vor Fidelity, der Deka und ABN Amro.

Das Vertrauen von Anlegern in ausländische Fondsgesellschaften dokumentieren auch die jüngsten Absatzzahlen des Fondsverbands BVI, nach denen der Marktanteil der ausländischen Anbieter binnen drei Monaten um 15 Prozent auf knapp acht Prozent gestiegen ist. Zwar verwalten ausländische Gesellschaften per Ende Juni 2006 mit 41 Mrd. Euro nur knapp acht Prozent des Publikumsfonds-Vermögens in Deutschland, haben aber im ersten Halbjahr rund 15 Prozent des neuen Kapitals eingesammelt.

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