Umfrage
Investoren kritisieren Rücknahmeabschläge

Eine Untersuchung des Branchenverbandes BVI zeigt: Die Reform der offenen Immobilienfonds führt bei einigen der Befragten der Untersuchung zu Unmut. Hauptkritikpunkt: Die Einbußen bei der Rückgabe von Anteilen.
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DÜSSELDORF. Alles halb so schlimm. So ließe sich das Ergebnis einer Umfrage zur Reform der offenen Immobilienfonds, die dem Handelsblatt vorliegt, eigentlich überschreiben. So halten 60 Prozent der im Auftrag des Branchenverbandes BVI Befragten eine Mindesthaltedauer der Fondsanteile von zwei Jahren, die die Reform vorsieht, für "angemessen". Gar 85 Prozent sind mit Auszahlungen von maximal 5 000 Euro pro Monat zufrieden oder sagen, diese Summe sei mehr als ausreichend.

Einen wesentlichen Kritikpunkt gibt es aber doch: Die Anleger können sich nicht damit anfreunden, dass nach einer Periode von zwei Jahren beim Verkauf der Anteile Rücknahmeabschläge hinzunehmen sind. Für 47 Prozent ist ein Abschlag nicht akzeptabel, zehn Prozent empfinden ihn als zu hoch. Einverstanden sind nur 28 Prozent.

Nach gegenwärtigem Stand betragen die Abzüge bei Anteilsrückgaben im dritten und vierten Jahr nach dem Kaufdatum zehn bzw. fünf Prozent. Der Gesetzesentwurf sieht außerdem vor, dass Altanlegern, die vor Inkrafttreten des Gesetzes Anteile an einem Fonds gekauft haben, die Mindesthaltedauer erlassen wird. Weil Altanleger aber Abschläge beim Tausch der Anteile gegen Geld hinnehmen müssen, fürchtet Dekabank Immobilienvorstand Matthias Danne, dass kurz vor Einführung des neuen Investmentrechts die Zahl der Anteilsrückgaben steigen wird.

Sollten die Vorschläge Gesetz werden, würden 45 Prozent der 502 Befragten, die allesamt bereits Anteile an offenen Immobilienfonds besitzen, "wahrscheinlich" wieder Immobilienfondsanteile kaufen.

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