Union Investment und Warburg Invest mischen Firmenbonds und Wandelanleihen bei
Dachfonds-Manager mögen Europa

Die defensiven Dachfonds-Manager von Union Investment und Warburg Invest setzen derzeit auf Europa.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. So hat beispielsweise Gunnar Knierim den Warburg-Rendite-Strategiefonds jetzt ganz auf diese Region ausgerichtet, nachdem er die Rentenseite bereits im vergangenen Jahr europäisch positioniert hatte. „Der Großteil der Gelder ist in europäische Staatsanleihen-Produkte investiert“, sagt Knierim. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 11,82 Prozent rangiert der Warburg- Rendite-Strategiefonds an zweiter Stelle unter 53 ausgewerteten defensiven Dachfonds, also jenen Produkten, die überwiegend in Rentenfonds investieren.

Auch Andreas Brandt von der zur genossenschaftlichen Bankengruppe gehörenden Union Investment verfolgt im VR-Vermögenskonzept A30 eine zurückhaltende Politik. Das Produkt der Fondsgesellschaft der Genossenschaftsbanken kommt mit einem Plus von 10,19 Prozent auf Platz vier.

Brandt erwartet bis Ende des laufenden Jahres Renditeanstiege bei den Langläufern. Die Aktienmärkte hätten an fundamentalen Kriterien gemessen gute Perspektiven, vor allem die Unternehmensergebnisse in Asien seien positiv, sagt Brandt. Derzeit seien 70 Prozent der Gelder in Renten-, die restlichen 30 Prozent in Aktienfonds investiert.

Laut Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H.C.M Capital Management in München fällt auf, „dass beide Dachfonds in Aufwärtsphasen ähnlich gute Ergebnisse liefern, in Abwärtsphasen das Union-Produkt jedoch deutlich besser abschneidet.“ Und dies, obwohl der Union-Fonds im Gegensatz zu dem Warburg-Produkt nur Fonds aus dem eigenen Hause kaufen könne. Dem Warburg-Fonds stehe somit eine größere Produktpalette zur Verfügung: „Dies zeigt, dass das Union-Fondsmanagement ein glückliches Händchen bei der Auswahl der einzelnen Fonds hat.“

Ebenso wie Knierim investiert Brandt die Fondsgelder vornehmlich in Euroland-Produkte, die teilweise unter anderem Unternehmensbonds enthalten. Eine mit 19 Prozent eher große Position nimmt der UniMoneyMarket Euro ein, ein Geldmarktfonds, der laut Brandt die defensive Haltung des VR-Vermögenskonzept A30 widerspiegelt.

Bei den Beimischungen sucht Knierim von Warburg seine Chance mit einer achtprozentigen Quote bei Fonds für Unternehmensbonds. Den Anteil habe er wegen der zu stark gefallenen Zinsvorsprünge vorher schon reduziert. Mit über zwölf Prozent seien europäische Wandelanleihenfonds repräsentiert.

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