Union Investment verkauft am besten
Private kaufen zaghaft wieder Aktienfonds

Private Anleger wagen sich langsam wieder an Aktienfonds heran. Im Zuge der jüngsten Erholung der Aktienmärkte kaufen sie seit April wieder Dividendentitel-Fonds beziehungsweise schichten in Geldmarktfonds geparktes Kapital um.

rez FRANKFURT/M. Nach Angaben des BVI Bundesverband Investment und Asset Management sammelten Aktienfonds, die für deutsche Privatanleger aufgelegt wurden, im zweiten Quartal 2003 wieder knapp 2,2 Mrd. € ein. Gegenüber dem Vorjahresquartal haben sich die Zuflüsse damit verfünffacht. „Anleger bekommen langsam wieder größeren Risikoappetit und kaufen Aktienfonds“, bestätigt Christian Lienke, Sprecher bei Union Investment.

Das meiste Geld steckten sie allerdings nach wie vor in offene Immobilien- und Rentenfonds. So verbuchten offene Immobilienfonds laut BVI branchenweit die höchsten Zuflüsse: Im zweiten Quartal gelangten 4,8 Mrd. € in die Fonds, im ersten Halbjahr sogar über 12 Mrd. €. In Rentenfonds flossen in den ersten sechs Monaten gut 7 Mrd. €. Den Löwenanteil legten Anleger bis März an. Auch wenn Geldmarktfonds in der Halbjahresbilanz mit 6,3 Mrd. € noch hohe Zuflüsse verbuchten: Seit April haben Anleger 1,2 Mrd. € abgezogen. Aktienfonds verbuchten umgekehrt in den ersten sechs Monaten per saldo 1,8 Mrd. € frisches Kapital, allerdings flossen im ersten Quartal noch gut 400 Mill. € ab.

Insgesamt bezifferte der BVI für die Fondsbranche von Januar bis Juni neue Mittel von 40,5 Mrd. €. Das sind knapp 2 Mrd. € mehr als ein Jahr zuvor. Die über 2400 Publikumsfonds für private Anleger sammelten davon 27 Mrd. € ein, nach knapp 24 Mrd. € im ersten Halbjahr 2002. Die über 5200 Spezialfonds für Profi-Anleger verbuchten Netto-Zuflüsse von 13,5 Mrd. €.

Neuer Spitzenreiter beim Fondsabsatz ist Union Investment. Das genossenschaftliche Fondshaus verkaufte im ersten Halbjahr Fondsanteile für 6,4 Mrd. €. Auf Rang zwei liegen die Deutsche-Bank-Töchter DWS und DB Real Estate mit einem Netto-Mittelaufkommen von 4,7 Mrd. € – knapp vor der Sparkassen- Tochter Deka mit 4,6 Mrd. € und dem Allianz-Dresdner-Fondshaus Adam mit 3,2 Mrd. €. Im ersten Halbjahr 2002 hatten DWS und DB Real Estate die Absatzrangliste noch mit großem Abstand und Zuflüssen über 8,5 Mrd. € angeführt. Während die DWS 2002 mit Garantieprodukten viel Kapital eingesammelt habe, hätten nun Konkurrenten mit so genannten „Total- und Absolute Return“-Rentenfonds die Nase vorn, meinen Branchenkenner.

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