Unsicherheit über Aktienmärkte
Aktien-Mischfonds von Axa rutscht ins Minus

Statt einem Plus ein Minus von fünf Prozent: Der Mischfonds Axa World Funds Force 8 hat sein Ziel klar verfehlt. Zentrale Frage für die Mischfonds-Strategie: Wie geht es an den Aktienmärkten weiter? Experten bevorzugen Übernahmekandidaten und die Branchen Bau und Finanzen.

HAMBURG. Das ging daneben: Ziel des Axa World Funds Force 8 ist es, auf Sicht von zwölf Monaten eine absolute Performance zu erzielen, die den Geldmarktzins um 5,25 Prozent übertrifft. Tatsächlich weist der von einem Team unter Leitung von Philippe Mimran in Paris verwaltete Fonds für den Zeitraum Mai 2006 bis April 2007 ein Minus von 5,62 Prozent auf. Damit belegt er unter 62 überwiegend in Aktien anlegenden Mischfonds den letzten Platz (Tabelle).

„Bis Juni 2006 bestand das Ziel des Fonds darin, die Aktienmärkte zu schlagen“, sagt Mimran. Erst danach seien die Anlagebedingungen geändert worden. Rückwirkend betrachtet zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt: Zwischen Anfang Mai und Mitte Juni 2006 verlor der Axa World Fund Force 8 angesichts der damaligen Turbulenzen an den Weltbörsen 13 Prozent an Wert, konnte anschließend aber nicht mehr voll an der später einsetzenden Erholung teilnehmen.

Seit der Umstellung darf der verantwortliche Fondsmanager Michael Aflalo sich frei zwischen den einzelnen Anlageklassen bewegen und auch Derivate zur Performancesteigerung oder Absicherung einsetzen. Derzeit agiert er dabei jedoch eher vorsichtig. „Die Aktienmärkte erscheinen ein wenig überdehnt“, begründet Aflalo die jüngste Absenkung des Aktienanteils auf unter 75 Prozent. Gute Chancen sieht der Axa-Manager dagegen noch bei potenziellen Übernahmekandidaten.

Eine deutlich positivere Meinung von den Aktienmärkten hat Thorsten Winkelmann. Zwar ist auch der Manager des auf Rang fünf liegenden Allianz-Dit Flexi Euro Dynamik derzeit nur zu 75 Prozent in Dividendentitel investiert. Damit ist diese Anlageklasse in seinem Fonds jedoch bereits deutlich übergewichtet, denn die neutrale Positionierung läge bei 70 Prozent. Für das gute Abschneiden der vergangenen zwölf Monate führt Winkelmann gleich mehrere Gründe an. „Im Ölbereich haben wir vor allem auf kleinere Servicegesellschaften gesetzt, bei den Versorgern auf überwiegend auf emissionsarme Sparten spezialisierte Anbieter wie EDF, Fortum oder die österreichische Verbund“, sagt der Allianz-Manager.

Auch der im Vergleich zum MSCI-Europa-Index deutlich übergewichtete Irland-Anteil habe einen Beitrag geleistet. „In Irland gibt es derzeit eine große Nachfrage nach Finanzdienstleistungen, davon haben Institute wie Allied Irish Banks profitiert“, sagt Winkelmann. Außer Irland steht für Winkelmann derzeit vor allem die Pariser Börse im Vordergrund. „Wenn dort künftig wie vom neuen Premier Nicolas Sarkozy angedacht Privatpersonen Kreditzinsen von der Steuer absetzen können, gibt das auch französischen Finanz- und Bauwerten Rückenwind“, sagt er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%