Unter den Emerging Markets gibt es auch gute Schuldner
Solide Schwellenländer-Bonds sind gefragt

Anleihen aus Schwellenländern müssen nicht immer spekulative Investments sein, mit denen sich Anleger – wie im Fall Argentinien – gehörig die Finger verbrennen können. Es gibt auch sich entwickelnde Länder (Emerging Markets), die von den Ratingagenturen als solide Schuldner mit Bonitätsbewertungen innerhalb der Investitionskasse eingestuft werden

FRANKFURT/M. Dazu zählen vor allem die neuen Mitglieder der Europäischen Union. „Deren Anleihen bieten aber im Durchschnitt nur noch 0,20 bis 0,25 Prozentpunkte mehr Rendite als Bundesanleihen und sind von daher nicht mehr attraktiv“, urteilt Beda Kronlage, Analyst für Schwellenländer bei der WGZ-Bank.

Renditeaufschläge zwischen 0,70 und 1,30 Prozentpunkten bieten hingegen auf Euro lautende Anleihen aus Mexiko, Kroatien, Südafrika und Tunesien. Diese Länder haben von den Ratingagenturen ebenfalls das Gütesiegel „Investment Grade“ und gelten als recht sichere Anlage.

Auch bei diesen Anleihen sind die Kurse stark gestiegen und als Folge die Renditen und Risikoaufschläge gesunken. „In den Zeiten generell niedriger Renditen suchten Investoren nach Alternativen und haben die Kurse der Anleihen von soliden Schwellenländern nach oben getrieben“, erklärt Matthias Krieger, Rentenanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Dennoch hält er die Papiere weiter für interessant, gerade für Anleger, die sie bis zur Fälligkeit halten wollen. Zwischenzeitliche Kursverluste seien zwar nicht auszuschließen, dennoch könnten es Anleger wagen, sich jetzt die vergleichsweise attraktiven Renditen zu sichern.

Kronlage hält gerade Anleihen aus Mexiko, Südafrika, Tunesien und Kroatien für attraktiv. Historisch zeige sich, dass auch in Zinserhöhungszyklen die besser bewerteten Anleihen nicht so stark leiden wie Anleihen aus hoch verschuldeten und als spekulativ eingestuften Emerging Markets.

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