Unternehmen nur zu geringem Teil in MSCI World berücksichtigt
Fondsmanager sehen in China Aufholpotenzial

China ist ein Riese – und gleichzeitig doch ein Zwerg. „Der Anteil des Landes an der Weltwirtschaft macht mittlerweile fast 14 Prozent aus“, betont Samantha Ho. Damit folge China gleich hinter den USA auf Rang zwei, so die Managerin der britisch-amerikanischen Investmentgesellschaft Invesco. Im Weltaktienindex MSCI World seien chinesische Unternehmen derzeit jedoch lediglich mit 0,44 Prozent berücksichtigt.

HB HAMBURG. Ihre Schlussfolgerung: „Das langfristige Potenzial des Marktes ist in den aktuellen Kursen bei weitem noch nicht eingepreist.“ Mit dem Invesco GT PRC Fund versuchen Ho und ihr Kollege Paul Chan, aus dieser Unterbewertung Kapital zu schlagen und dabei an die gute Wertentwicklung der Vergangenheit anzuknüpfen: Mit einem Zuwachs von 28,84 Prozent führt der PRC Fund – das Kürzel steht für People’s Republic of China – den jüngsten Zwölfmonats-Vergleich von den auf die Region China spezialisierten Aktienfonds an.

Eine große Bedeutung für die künftige Entwicklung misst Ho dabei der Mitte Juli von der chinesischen Zentralbank verkündeten Aufwertung der Landeswährung Yuan bei: „Dieser Schritt hat bereits zu deutlich steigenden Mittelzuflüssen aus dem Ausland geführt. Zudem dürften über kurz oder lang weitere Anpassungen folgen.“

Die größten Chancen sehen Ho und Chan daher in den kommenden Monaten vor allem bei den Konsumwerten, wo sie Lebensmittelproduzenten wie China Mengniu Dairy und Getränkeunternehmen wie Yantai Changyu Pioneer Wine bevorzugen. Auch Autobahn- und Hafenbetreiber wie Anhui Expressway oder China Merchants räumt das Invesco-Duo noch Potenzial ein, während Telekomtitel deutlich untergewichtet bleiben.

Zwar nimmt China Mobile im auf Rang sechs liegenden ABN Amro China Equity derzeit die größte Position ein. Doch auch dessen Manager Edmond Leung bleibt mit einem Anteil von 8,7 Prozent hinter der gesetzlichen Höchstgrenze von zehn Prozent zurück. „Telekomtitel sind vergleichsweise teuer“, nennt Leung den Grund.

Mit rund 22 Prozent am höchsten gewichtet sind Energietitel wie Petrochina, China Petroleum & Chemical oder der Kohleproduzent China Shenhua.

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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