Unternehmensdaten treten wieder in den Vordergrund – UBS favorisiert substanzstarke Werte
Fondsmanager erwarten keine Baisse

Die anhaltenden Kursrückgänge am deutschen Aktienmarkt sehen die Manager der Fonds für Nebenwerte als überfällige Korrektur. Schon bald aber werden sich die Anleger ihrer Ansicht nach weniger von Sorgen um Leitzinserhöhungen und geopolitische Risiken leiten lassen, sondern wieder auf die unternehmensspezifischen Daten achten.

HB/vwd FRANKFURT/M. „Anzeichen dafür, dass die frühere Baisse weiter geht, kann ich momentan nicht entdecken“, sagt Fondsmanager Peter Conzatti. Er ist verantwortlich für den UBS (D) Equity Fund - Small Caps Germany. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 56,24 % rangiert der Fonds an fünfter Stelle unter 17 Produkten mit Anlageschwerpunkt bei deutschen Nebenwerten.

Für Hendrik Leber sind die jüngsten Kursrückgänge „Ausdruck der Unzufriedenheit über den Krebsgang der Politik“. Dennoch hält er „deutsche Aktien für günstig bewertet“. Lebers Nebenwertefonds, der Acatis Champions Select - Acatis Aktien Deutschland ELM belegt mit einem Plus von 51,22 % Rang neun.

Die aktuellen Ängste, dass die US-Notenbank früher als vor Monaten noch erwartet ihre Leitzinsen anheben könnte, hat für UBS-Stratege Conzatti einen positiven Aspekt: „Zinserhöhungen sind auch ein Beleg dafür, dass die Konjunktur gut läuft.“ Leber glaubt, dass die erwartete konjunkturelle Erholung in der Regel die größeren Unternehmen begünstigt. Er setzt traditionell auf substanzstarke Werte. Seine aktuellen Favoriten sind die Aktien von Atoss, eines Herstellers von spezieller Software, und des Internetdienstleisters Syzygy. Begründung: „Die Unternehmen haben keine Schulden. Die Börsenkapitalisierung wird größtenteils von den liquiden Mitteln gedeckt.“ Außerdem arbeite man in beiden Fällen sehr profitabel mit steigenden Gewinnen.

UBS-Stratege Conzatti setzt unter anderem auf Unternehmen mit Abfindungsphantasie. Er nennt als Beispiele die großen Versicherer Axa Colonia, Allianz Leben und Kölnische Rück, „die früher oder später möglicherweise von ihren Mehrheitsaktionären vollständig übernommen“ würden.

Fonds-Analystin Iris Albrecht von Fund-Market Deutschland in München hält den UBS-Fonds für Privatanleger für „nur eingeschränkt empfehlenswert“. In einem strukturierten, weltweit ausgerichteten Portfolio sei der Fonds nur bei einem sehr großen Volumen als Beimischung sinnvoll. Lebers Schützling hingegen könne „in einem ausreichend großen Fondsdepot gutes Substanzinvestment für den Aktienanteil Deutschland sein“.

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