Untersuchung
Angebot an Investmentfonds gesunken

Der Trend setzt sich doch fort: Die Zahl der Investmentfonds in Europa geht weiter zurück. Es kommen weniger Angebote auf den Markt, tausende Fonds werden aufgelöst oder zusammengelegt.
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FrankfurtDer europäische Markt für Investmentfonds schrumpft einer Studie zufolge weiter. Die Zahl der neu aufgelegten Fonds nimmt ab, während immer mehr Fonds aufgelöst oder mit anderen verschmolzen werden, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Statistik des Analysehauses Lipper zeigt. Damit hat sich das Jahr 2010, als das Fondsangebot unter dem Strich nach Jahren wieder leicht zugenommen hatte, als Ausreißer erwiesen.

Im Jahr 2011 kamen Lipper zufolge europaweit 2.749 neue Publikumsfonds, die an jedermann vertrieben werden können, auf den europäischen Markt. Das war die niedrigste Anzahl seit mindestens fünf Jahren. Im selben Zeitraum haben die Anbieter 2.028 Fonds aufgelöst und 1.443 verschmolzen, so dass das Angebot unter dem Strich um 722 Fonds auf 31.690 Produkte schrumpfte.

Lipper begründete diese Entwicklung mit regulatorischen Veränderungen für Fondsgesellschaften in Europa. Beispielsweise hätten Anbieter ihre Paletten im Zuge grenzübergreifender Vertriebslockerungen bereinigt. Und die Einführung neuer Anlegerdokumente (KIIDs) habe zu einem steigenden Verwaltungsaufwand bei den Anbietern geführt.

Besonders stark waren Aktienfonds von dem schrumpfenden Markt betroffen. Der Anteil der Anleihenfonds und Mischfonds am Gesamtmarkt nahm dagegen zu. Lipper verwies auf die schlechte Entwicklung der Aktienmärkte in den vergangenen Jahren. Der europäischen Fondsbranche stünden schwere Zeiten bevor: Weitere Regulierungsinitiativen dürften die Aktivitäten der Fondsgesellschaften bremsen, hinzu könnte ein raues Börsenklima kommen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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