Untreue-Verdacht gegen Manager des MSF Star Fund
Strafanzeige gegen Fonds-Anbieter DPM

Die Berliner Anwaltskanzlei KTAG hat nach eigenen Angaben Strafanzeige wegen Untreue gegen Verantwortliche des MSF Master Star Fund Vermögensfonds I AG & Co. KG und deren Geschäftsführung gestellt. Die Geschäftsführung wird von der DPM Deutsche Portfolio Management AG mit ihrem Vorstand Walter Rasch, einem Berliner Ex-Senator, wahrgenommen.

rrl DÜSSELDORF. Die KTAG-Anwälte werfen der DPM vor, die Anlegergelder nicht investiert zu haben. Von 42,6 Mill. Euro eingezahlten Geldern seien nur noch 5,3 Mill. Euro übrig. Der Vertrieb des im Jahr 2004 aufgelegten Fonds ist seit dem 15. Juni 2005 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) untersagt. Der Fonds betreibe unerlaubt Finanzkommissionsgeschäfte, lautet die Begründung. Die BaFin ordnete zudem die sofortige Abwicklung des Fonds an. Am 12. September wurde KTAG zufolge das Insolvenzverfahren über den Fonds eröffnet.

Das Konzept des im vergangenen Jahr aufgelegten Fonds sieht die Beteiligungen an Unternehmen (Private Equity), Immobilien, Hedge-Fonds sowie Wertpapiere vor. Die Anleger konnten sich einmalig, in Raten oder in einer Kombination aus beiden Varianten über Zeiträume von zehn bis 30 Jahren beteiligen. Insgesamt sollten Anleger 200 Mill. Euro einzahlen.

Die DPM weist die Vorwürfe der Berliner Rechtsanwälte zurück. Von rund 43 Mill. Euro seien 22 Mill. Euro für laufende Kosten verwendet worden, sagte DPM-Aufsichtsrat Matthias Ginsberg. Er hält diesen Betrag für einen langfristig angelegten Fonds in der Startphase für nicht ungewöhnlich hoch. Planmäßig sei bisher allein in Private Equity investiert worden, und zwar 11,4 Mill. Euro in den im April 2004 gegründeten Finanzvertrieb MI Invictum. Gegen die Abwicklungsverfügung und das von amtlicher Seite eröffnete Insolvenzverfahren seien Rechtsmittel eingelegt worden.

Die Münchner Anwaltskanzleien Leipold und Mattil & Kollegen weisen auf widersprüchliche Passagen im Prospekt hin, die von vornherein auf die Gefahr einer Untersagung durch die BaFin hingedeutet hätten.

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