US-Aktien
Verwalter von US-Fonds spielen die IT-Karte

Die Jahresbilanz von Investmentfonds mit Schwerpunkt US-Aktien fällt enttäuschend aus: Mit einem durchschnittlichen Minus von 5,06 Prozent gehörten die 265 von Feri Rating & Research gelisteten Produkte mit diesem Schwerpunkt 2007 zu den schwächsten Anlagesegmenten des vergangenen Jahres.

HAMBURG. Weit mehr, nämlich ein Plus von 16,49 Prozent, holte Scott Schoelzel mit dem Janus US Twenty Fund für seine Anleger heraus. "Vor allem in den Branchen Informationstechnologie und Rohstoffe sind unsere Wetten aufgegangen", erläutert Nachfolger Ron Sachs, der den Fonds Anfang Januar übernommen hat und zuvor für den auf Rang fünf liegenden Janus US All Cap Growth verantwortlich zeichnete.

Das Portfolio des US Twenty Fund soll auch unter seiner Leitung so konzentriert bleiben wie bisher und sich auf durchschnittlich 20 bis 40 Aktien beschränken. Der Schwerpunkt auf Wachstumswerte bleibt ebenfalls erhalten. "Wir sind ständig auf der Suche nach Growth-Titeln, die vom Markt noch nicht als solche erkannt wurden", beschreibt Sachs die Anlagephilosophie und nennt als Beispiel den Sektor Agrarwirtschaft. "Den haben wir bereits als Wachstumssegment ausgemacht, als viele Marktteilnehmer ihn noch nicht im Visier hatten", erklärt er. Das höchste Gewicht nehmen jedoch aktuell mit 23 beziehungsweise 20 Prozent Aktien aus den Bereichen Informationstechnologie und Gesundheitswesen ein.

Auch Patrick Kelly bevorzugt mit dem zweitplatzierten Alger American Asset Growth derzeit IT-Aktien, die rund ein Drittel des Portfolios ausmachen. Einigkeit mit Sachs herrscht auch hinsichtlich des Anlagestils. Wie Janus gehört auch die Investmentgesellschaft Alger Asset Management zu den Gesellschaften mit klarer Ausrichtung auf Wachstumswerte. Dabei setzt Kelly bevorzugt auf Firmen, die sich in einer Umbruchphase befinden und neu ausrichten.

Von den klassischen Growth-Aktien des IT-Sektors wie Cisco, Amazon oder Intel zählt aktuell nur Apple mit einer Gewichtung von 3,6 Prozent zu den zehn größten Positionen. "Die Aktie gehörte 2007 zusammen mit Titeln wie dem Solarzulieferer MEMC und dem Raffineriebetreiber Valero zu den erfolgreichsten im Portfolio", sagt Kelly.

Für das laufende Jahr gibt sich der Alger-Manager trotz des jüngsten Kurseinbruchs vorsichtig optimistisch: "Die zweite Hälfte 2007 und der Januar verliefen bislang so schlecht wie wir es erwartet haben, daran wird sich angesichts der andauernden Immobilienkrise bis in den Sommer hinein voraussichtlich wenig ändern", sagt er. Ab der zweiten Jahreshälfte rechnet Kelly allerdings für viele Branchen mit einer Erholung.

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